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  • DE-20459 Hamburg
  • 06/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-99316)

Hebebrandquartier in Hamburg-Nord


  • 1. Preis

    Lageplan, © Lichtenstein Landschaftsarchitekten

    Landschaftsarchitekten
    Lichtenstein Landschaftsarchitekten, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: E2A Piet Eckert und Wim Eckert Architekten ETH BSA SIA AG, Zürich (CH)

    Preisgeld
    28.100 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    „In seiner clusterförmigen Gestaltung integriert der Entwurf geschickt die Kleingärten als das Stadtquartier prägendes Element und verbindet somit die Nord- und Südhälfte zu einem Gesamtquartier. Die Kleingärten sind mengenmäßig mehr als gefordert ausgewiesen und erhalten mit ihrer starken Integration eine neue stadträumliche Bedeutung und Wahrnehmung. Dieses entspricht dem aktuellen gesellschaftlichen Trend nach Gartenbewirtschaftung in der Stadt (urban gardening). Durch ihre zentrale Einbettung zwischen die beiden Quartiershälften erhalten sie zudem eine höhere Bedeutung. Die vorgeschlagene offene Fassung mit Lauben und Pergolen ist aus gestalterischer und auch klimatechnischer Sicht sinnvoll und kann zur Begegnung zwischen Kleingärtnern und Quartiersbewohnern beitragen.

    Die leicht verdrehte und versetzte Platzierung der Baufelder mit den Clustern der Kleingärten erzeugt interessante, spannungsvolle innere öffentliche Raumfolgen und Großzügigkeit. Die drei vorgeschlagenen, eineinander übergehenden Plätze sind durch ihre Wohn- und auch Gewerbenutzungen an ihren Rändern gut belebbar. (…).

    Die angebotene Wohntypologie erzeugt angenehme Wohnmilieus in unterschiedlich großen, überschaubaren Blöcken sowie eine gute Adressbildung. Die Aneinanderreihung einiger Blocktypologien ist auf partielle Unterbrechungen noch zu prüfen, auch unter stadtklimatischen Kriterien. Der Weg nach Osten zur S-Bahn Rübenkamp muss städtebaulich deutlicher eingebunden werden. Die Anbindung nach Westen zur City Nord wird durch die Platzierung eines Solitärs mit der angebotenen Sondernutzung gut gelöst. Der Quartiersauftritt im Norden an der Hebebrandstraße ist durch den – allerdings zu voluminösen – Solitär und einen höheren Blockrandabschluss ausreichend prägnant. Der Übergang zum südlich angrenzenden ParkLane-Quartier ist gelungen. (…).

    Insgesamt stellt dieser Beitrag ein sehr gelungenes Zusammenspiel zwischen Landschaftsplanung, Kleingärten und Wohnungsbau dar und formuliert darin eine neue gemeinsame Identität.“