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  • DE-99947 Bad Langensalza
  • 07/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-97970)

Umgestaltung und Neuordnung Bereich Jahnplatz / An der Alten Post


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    BERNARD UND SATTLER Landschaftsarchitekten, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Stefan Bernard

    Mitarbeit
    Fabian Lux, Agata Waszczuk, Lea Buracchio

    Preisgeld
    9.000 EUR

    Erläuterungstext
    Die Kurstadt Bad Langensalza präsentiert sich dem Besucher als intakte Kreisstadt und beeindruckt allem voran mit einer bemerkenswerten Kernstadt aus historischen Gebäuden und den gepflegten Garten- und Parkanlagen. Die Neugestaltung der Freiflächen um das Kultur- und Kongresszentrum orientiert sich in ihrer Anmutung an diesem Charakter.
    Die Kurstadt Bad Langensalza präsentiert sich dem Besucher als intakte Kreisstadt und beeindruckt allem voran mit einer bemerkenswerten Kernstadt aus historischen Gebäuden und den gepflegten Garten- und Parkanlagen. Die Neugestaltung der Freiflächen um das Kultur- und Kongresszentrum orientiert sich in ihrer Anmutung an diesem Charakter.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Positiv bewertet wird, dass der Platz am Mühlhäuser Tor als Entrèe zur Stadt gesehen wird. Die einheitliche Materialwahl wird sehr begrüßt, doch wirken die Gestaltungsmotive Platanendach, Schmuckbeet und Grüninseln in ihrem Zusammenspiel nicht überzeugend. Die einzelnen Elemente werden ohne erkennbare Bezüge und additiv über den Platz An der Alten Post verteilt. Die Verkehrsführung auf dem Platz (Verschwenken der Mühlhäuser Straße) und die Vorfahrt vor das Kultur- und Kongresszentrum sind wenig praktikabel.
    Der Gestaltungsvorschlag für die zentrale Fläche westlich des Kultur- und Kongresszentrums (Jahnplatz) ist überzeugend. Den Verfassern gelingt es, die große Platzfläche zu gliedern und zu strukturieren. Die Funktionen des ruhenden und fließenden Verkehrs sind erfüllt. Lage und Anordnung des WC-Gebäudes sind richtig gewählt. Die Anordnung der PKW-Stellplätze im Bereich entlang der Stadtmauer ist ein überzeugender Vorschlag, der die Belange einer freizuhaltenden historischen Stadtbefestigung mit der Notwendigkeit der Einordnung von Stellplätzen in diesem Bereich sinnvoll verknüpft. Auch die Fußwegeführung entlang der Stadtmauer ist gut gelöst.
    Der Stadtumlandgarten wird als eigenständiges Thema herausgearbeitet und überzeugend nach Westen erweitert. Der Biergarten wird gut mit dem Stadtumlandgarten verknüpft und ist als abgegrenzter Freiraum (Hecken, Treppenanlage) in angemessener Größe in das Konzept integriert.
    Insgesamt überzeugt die Arbeit durch die Erfüllung der funktionalen Anforderungen ausgenommen der Verkehrsführung auf dem Platz An der Alten Post und der Vorfahrt am Kultur- und Kongresszentrum. Die Wettbewerbsarbeit bietet einen robusten Rahmen für die Umgestaltung des Bearbeitungsgebiets, wobei die Gestaltelemente oft in Addition verwendet werden und damit nicht als harmonisches und aufeinander abgestimmtes „Ganzes“ wirken.