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  • DE-68159 Mannheim
  • 03/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-118860)

Entwicklung der Quadrate T4/T5


  • 2. Preis

    Lageplan

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anthony Carimando, Jan Gienau

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Das städtebauliche Konzept zweier Plätze differenzierter Gestalt und
    Nutzungsqualität wird gestärkt.
    Der nördliche Platzbereich wird vergrößert, die südliche Platzkante rutscht ca.
    3,50 m nach Süden, so dass der Platzraum erlebbar erweitert wird. Auch die
    multifunktionale, offene Gestaltung des Platzes unterstreicht den gewünschten
    urbanen Charakter.
    Die Vernetzung der beiden Plätze wird entgegen den ersten Überlegungen
    städtischer, urbaner ausgebildet. Der urbane Straßenraum zwischen T4 und
    T5 spannt sich von Gebäude zu Gebäude und stärkt somit den städtischen
    Charakter. Eine lockere Baumreihe schafft zusätzliche Aufenthaltsqualität.
    Auch südlich des Quartiers T4 werden die angrenzenden Baufluchten klar
    aufgenommen, der Erschließungsraum klar als öffentlicher Raum ohne
    Vorgärten, Vorzonen gestaltet, so dass ein durchgängiger Stadtraum im
    Kontext der Rasterstrukturen gegeben ist. Folgerichtig werden in diesem
    Bereich die Eingangssituationen vom öffentlichen Raum von Süden entwickelt
    und nicht wie bisher geplant, aus der Innenhofsituation heraus. Somit
    erfolgen sämtliche Erschließungen, Adressbildungen über den öffentlichen
    Raum und beleben, bespielen diesen. Durch diese Weiterentwicklung
    entstehen geschützte grüne Innenhofsituationen, die innerhalb einer
    verdichteten, urbanen Stadtstruktur private Gärten von hohem Wohnwert
    schaffen.
    Die beiden Plätze sind bewusst als öffentliche Räume ausgebildet, die die
    angrenzenden Quartiere einbeziehen.
    Die Plätze haben eine „Strahlkraft“ in die umgebende Bestandsstruktur und
    schaffen somit gewollte Synergien, Verbesserungen im angrenzenden
    nachbarschaftlichen Umfeld. Die beiden Plätze werden als Gelenk zwischen
    Neuplanung und Bestand verstanden. Die städtebauliche Entwicklung kann
    somit in die vorhandenen Strukturen wirken und diese positiv einbeziehen.

    Freiflächenkonzept
    Durch die gewählte und weiterentwickelte städtebauliche Struktur entstehen
    klar definierte öffentliche und private Zonierungen. Es entstehen Freibereiche
    von unterschiedlichem Nutzungscharakter. Die Innenhöfe sind private
    Gartenhöfe, die zum einen private Wohngärten aber auch gemeinschaftliche
    Wohnhofbereiche anbieten.
    Die Plätze werden differenziert gestaltet. Der südliche, eher ruhige Platz
    integriert als „grüner Platz“ die Freiflächen der geplanten Kindertagesstätte
    und bildet das Vorfeld einer möglichen Begegnungsstätte eines
    gemeinschaftlichen Mehrzweckraums. Der vergrößerte nördliche Platz wird als
    urbaner Platzraum, als Vorfeld für die angedachten neuen Nutzungen
    gestaltet. Die Nutzungen entwickeln sich in den Platzraum, der Platz als
    Kommunikationsort, nachbarschaftlicher Mittelpunkt, Veranstaltungsfläche,
    Aufenthaltsort u.a..

    Die vorhandene Kastanienreihe östlich von T5 kann bei Beachtung einiger
    Baum- und Wurzelschutzmaßnahmen erhalten und in das Gesamtkonzept
    integriert werden. Die geplanten straßenbegleitenden Baumreihen
    unterstreichen die wichtigen Anbindungen in Richtung Neckar, Herschelplatz
    und Herschelbad sowie die Anbindung in Richtung Nationaltheater und
    Luisenpark.

    Nutzungskonzept
    Die geplanten Stadtquartiere sind durch eine flexible kleinteilige Parzellierung
    geprägt. Diese Bebauungsstruktur ermöglicht vielfältige Gebäude- und
    Wohntypologien. Vom klassischen Geschosswohnungsbau, möglichen
    Baugemeinschaften, gestapelten Wohnformen bis hin zu „Einfamilienhäusern“
    im urbanen Kontext werden Gebäudetypologien für alle Lebenslagen und
    Lebensentwürfe angeboten.
    Die vorgegebene robuste Stadtstruktur lässt kleinteilige aber auch großzügige
    Grundstücksbereiche zu und bietet somit ein breites Spektrum für viele
    mögliche Bauherren. Vom Investor bis hin zu Baugruppen und privaten
    Bauherren sind alle Nutzerstrukturen denkbar.
    Im Bereich der Kindertagesstätte bietet sich in den Obergeschossen eine
    Synergie von betreuten Wohnformen, Seniorenwohngruppen mit den Kindern
    an.
    Im Bereich des nördlichen Platzes werden Läden bzw. Café oder
    Büronutzungen aufgezeigt, die den Platz bespielen und den öffentlichen
    Charakter unterstreichen.
    Durch die gewählte Hochparterresituation ist gewährleistet, dass Wohnen im
    Erdgeschoss mit ebenerdigem Gartenanschluss in den Innenhöfen einen
    hohen Wohnwert im urbanen Kontext sicherstellt. Alle Gebäude wie
    Wohntypologien sind barrierefrei erschlossen.
    Die beiden geplanten Tiefgaragen werden vom öffentlichen Raum im Westen
    bzw. Osten erschlossen. Die geplanten Tiefgaragen erlauben eine Realteilung
    der angekoppelten Gebäudestrukturen, Grundstücksanteile. Alle Parzellen
    „docken“ an die geplanten Tiefgaragen an, unabhängig möglicher
    Bauabschnitte bzw. Realisierungszeiträume.
    Im Rahmen der Überarbeitung konnte die BGF erhöht werden, in dem nach
    Überprüfung der Geschossigkeiten die III-geschossigen Gebäude um ein
    Geschoss erhöht wurden, was dem städtebaulichen Kontext der
    angrenzenden Gebäudehöhen entspricht.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.