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  • DE-68161 Mannheim
  • 10/2012
  • Ergebnis
  • (ID 2-125990)

Parkhausfassade R5


  • ein 1. Preis


    Architekten
    Lengfeld & Wilisch Architekten PartG mbB, Darmstadt (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Kay Wilisch

    Mitarbeit
    Bahadir Özbek

    Preisgeld
    7.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Fassadengestaltung bekennt sich eindeutig zur Arrondierung des Mannheimer Blocks und macht trotz der Größe des Neubaus nicht den Versuch einen Block im Block zu bilden, was von der Jury ausdrücklich begrüßt wird.
    Mit der Gliederung der Fassade in drei Teile, schafft der Verfasser eine ehrliche Antwort bezüglich der beiden Inhalte des Neubaus zu geben. Einmal der Einzelhandel mit dem Mieter Bauhaus im Sockel und zum Zweiten dem Parkhaus in gläsernem Gewand im eigentlichen Baukörper und den zurückspringenden Dachgeschossen.
    Der massive Sockel mit teilweise einer Streckmetallverkleidung spielt in der Verbindung mit den beiden aufstrebenden Treppenhäusern in einer geschickten Weise und schafft so eine Gliederung der Baumasse in Anlehnung an die Proportionen und Körnung der Nachbarschaft. Über die Ausbildung der untersten von Fußgängern zugänglichen Sockelzone in Streckmetall ist nachzudenken.
    Das gewählte Material für die Garagengeschosse mit der Profilitverglasung schafft ein eindeutiges Signal über die Nutzung am Tag und wird zu einem interessanten, nicht störenden und wieder auffindbaren Fixpunkt in der Nacht. Eine durchgehend helle Beleuchtung in allen Geschossen ist gesichert. Die schwierige Gebäudestruktur mit den Splitlevel Geschossen wird angenehm kaschiert.
    Das unveränderte CI in der Beschriftung des Bauhaus wird mit einer angemessenen interpretierten Weiterführung mit roten senkrechten Schwertern geschickt als gestalterisches Element einmal ums Gebäude geführt ohne aufdringlich zu wirken. Die Jury schlägt zur weiteren Vertiefung des Themas eine dennoch eine Rhythmisierung der Schwertabfolge vor, um eine gewisse Monotonie zu vermeiden.
    Die geforderten Schallabsorptionsmaßnahmen wurden nicht glaubhaft beantwortet und müssten nachgebessert werden. Es besteht die Möglichkeit einzelne Glaselemente durch Schallschutzlamellen zu ersetzen, ohne dass sich dadurch die Qualität der Arbeit mindert. Die Herstellungskosten werden sich dadurch noch erhöhen. Insgesamt stellt die Arbeit in ihrer technisch einfachen und zugleich legeren Umsetzung aber dennoch eine der wirtschaftlichsten Arbeiten dar.
    Die Fassade schafft es eine klares Signal für das XXL Parkhaus zu geben und trotzdem in ihrer Gliederung und Detailausbildung der unmittelbaren Nachbarschaft die Hand zu reichen.


INFO-BOX

Angelegt am 23.11.2012, 12:16
Zuletzt aktualisiert 26.11.2012, 10:59
Beitrags-ID 4-60759
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