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  • DE-23970 Wismar
  • 01/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-130059)

Neubau Evangelische Schule Robert Lansemann


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    arbos Freiraumplanung GmbH, Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Peter Köster

    Mitarbeit
    Franziska Husung, Sara Dahlheimer

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ppp architekten + stadtplaner gmbh, Lübeck (DE), Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen einen kompakten, dreigeschossigen Baukörper vor, der deutlich von der Straße zurückgesetzt ist. Städtebaulich reagieren sie damit auf den Gebäudebestand auf der anderen Straßenseite nur bedingt. Es wird allerdings sehr deutlich, dass sie ausgehend von der Gesamtanlage (1. und 2. Bauabschnitt) ihr stadträumliches und architektonisches Konzept entwickelt haben. Das Gebäude des ersten Abschnitts wirkt sehr vereinzelt auf dem Grundstück. Umso überzeugender ist dagegen die Gesamtkonzeption.
    Eine spannungsvolle Abfolge von Gebäuden und Freiräumen vernetzt die Innen- und Außenräume auf qualitätsvolle Weise. Die Sporthalle ist integrierter Teil der Gesamtanlage mit eigener Adresse und somit besonders gut geeignet auch außerhalb des Schulbetriebs separat genutzt zu werden, obwohl sie auch innenräumlich von der Schule intern zu erreichen ist. Die innere Organisation des Schulgebäudes ist logisch entwickelt, funktional und hervorragend für den täglichen Schulalltag geeignet. Die Aula ist der zentrale Raum und Identität stiftender Mittelpunkt des kompakten Bauwerks. Die Belichtung des Innenbereiches von oben unterstützt diesen Gedanken. Räumlich geschickt wird der Essensbereich davon abgetrennt und zum Schulhof mit natürlicher Belichtung und vor allem natürlicher Belüftung orientiert. Die Verfasser weisen nach, dass durch Zusammenlegung und Abtrennung von Räumen dieser Innenbereich für Schulfeste, Pausenbetrieb, Theater und Gottesdienst hervorragend nutzbar ist. Die randständige Lage des Team- und Lehrerzimmers im Erdgeschoss entspricht nicht den Wünschen des Nutzers, der diesen Raum mehr in der Mitte erwartet hätte. Die beiden Obergeschosse sind funktional gut gegliedert. Der Wechsel von Klassen- und Differenzierungsräumen ist bestens geeignet. An mehreren Orten befinden sich „Lernlandschaften“, die diese Innenbereiche differenzieren und das Potential für eine separate, individuelle Benutzbarkeit bieten. Die Beschränkung auf wenige Materialien (unbehandeltes Holz, Mauerwerk) stärkt den ansonsten schon strengen Charakter des Gebäudes, welcher im Inneren und Außen konsequent entwickelt wurde. Der Wechsel der Ziegelverkleidung als Verblendmauerwerk und der Holzlamellen an der Fassade vermittelt einen soliden und auf Dauerhaftigkeit angelegten Eindruck. Die Verfasser benutzen damit allerdings ein bekanntes architektonisches und schon oft verwendetes Thema ohne große Finesse. Erst nach Fertigstellung beider Realisierungsabschnitte wird die Idee verschränkter Außen- und Innenräume räumlich wirksam. Die Jury kritisiert die isolierte Situation des von der Straße zurück gesetzten Gebäudes im ersten Bauabschnitt. Die Verfasser, denen dieses Manko sicherlich auch aufgefallen ist, überspielen dies, indem sie diejenigen Flächen, die später bebaut werden sollen mit einer intensiv gestalteten Außenfläche belegen. Diese muss später dann allerdings wieder zurück gebaut werden. Durch seine Kompaktheit, den sparsamen Einsatz von Verkehrs- und Erschließungsflächen und ein günstiges A/V Verhältnis liegt der Entwurf im wirtschaftlichen Bereich.