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  • DE-16540 Hohen Neuendorf
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-134227)

Stadtzentrum


  • Anerkennung

    Städtebauliches und freiräumliches Gesamtkonzept. M 1:1.000

    Landschaftsarchitekten
    Beusch Landschaftsarchitekten BDLA, Potsdam (DE), Frankfurt (Oder) (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Stadtplaner: Büro für Stadtplanung, -forschung und -erneuerung (PFE), Berlin (DE), Frankfurt/Oder (DE)
    Architekten: ELZ Architekten BDA, Potsdam (DE)

    Preisgeld
    2.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Leitidee, das Rathaus auf dem Wildbergplatz als neues Zentrum für Hohen Neuendorf zu platzieren, ist zu würdigen. Die funktionale und räumliche Entflechtung von Rathaus und Bürgerhaus wird jedoch als problematisch bewertet, da einer Mittelstadt wie Hohen Neuendorf die Kraft fehlen könnte, beide Standorte parallel zu entwickeln. Zusätzlich ist von einer Kostenmehrung durch den Neubau des Rathauses ohne Einbeziehung des Altbaus auszugehen.
    Im Hinblick auf die Gestaltung einer lebendigen kulturellen Mitte wäre es bei der gewählten städtebaulichen Disposition nur konsequent, wenn weitere Funktionen wie Wohnen und ggf. auch das Bürgerhaus im Bereich Wildbergplatz angeordnet werden würden.
    Der innen liegende Platzraum auf dem Wildbergplatz kann Aufenthaltsqualität generieren. Jedoch bemängelt die Jury die Gebäudeerschließung von innen, da keine neuen Qualitäten für den Straßenraum entstehen. Der Standort der Sporthalle an der B 96 ist vor allem im Hinblick auf den Lärmschutz vorstellbar. Allerdings wird die räumliche Trennung von den restlichen Sportanlagen als kritisch betrachtet.
    Die Neuordnung des Einzelhandels wird als unrealistisch eingeschätzt. Ein vollständiger Abriss und die Neubebauung wie vorgeschlagen ist nicht durchsetzbar. Auch die städtebauliche Qualität der neuen Passage in zweiter Reihe abseits der öffentlichen Straßenräume muss –ausgehend von handelstechnischen Erfahrungswerten – in Zweifel gezogen werden.
    Die Wohnbebauung südlich der Karl-Marx-Straße bildet starke Raumkanten aus –entspricht aber in ihrer Dimension und Körnung nicht dem Charakter von Hohen Neuendorf.
    Durch die Beibehaltung der Verkehrserschließung werden die Teilgebiete relativ autark entwickelt, die einzelnen Funktionsbereiche treten nur schwach in Beziehung zu einander. Die Anzahl der vorgeschlagenen Stellplätze ist insgesamt zu gering.