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  • Anerkennung


    Landschaftsarchitekten
    Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Bez+Kock Architekten Generalplaner GmbH, Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    In der städtebaulichen Konfiguration nimmt sich der Entwurfsbeitrag durch seine Lage als zentraler Solitär im historischen Karree in der Nordostecke des Planungsgebiets angenehm zurück. In zweiter Reihe zur Ludwigstraße nutzt er die Adresse des Hauptgebäudes der Universität und bildet ein intimes Forum aus. Seine konkrete Nutzung als Openair-Fläche ist durch die Nähe zur Randbebauung und zur verkehrsbelasteten Bismarckstraße nur eingeschränkt möglich.
    Das Gebäude überschreitet trotz seiner Lage in einer Senke die Traufhöhe der umgebenden Stadtvillen. Eine Positionierung mit etwas mehr Abstand hätte die Gesamtsituation verbessert.Die Möglichkeiten einer Neuordnung der Gesamterschließung und des Stellplatzangebotes im innerstädtischen Universitätscampus hat der Entwurfsverfasser nicht genutzt.
    Durch seine einseitige Orientierung zur Ludwigstraße werden keine neuen attraktiven Verknüpfungen mit dem städtebaulichen Umfeld im Süden angeboten. Die Lage und Ausbildung der Eingangssituation und des Foyers wird dabei als kritisch betrachtet. Die geplanten externen Erschließungselemente der fünf Stadtvillen entlang der Bismarck- und Ludwigstraße sind im Entwurf nicht berücksichtigt worden.
    Der bewusst gewählte Werkstattcharakter, welcher unter anderem seinen Ausdruck in der Fassadengestaltung mit Holzschalung findet, trägt den Intentionen der experimentellen Nutzung und der Außendarstellung des Nutzers Rechnung. Dabei lassen die vielfältigen Außen- und Innenraumbeziehungen besondere experimentelle Spielräume zu.
    Die funktionalen Anforderungen des Auslobers sowie die Andienung und innere Erschließung sind weitgehend erfüllt. Positiv ist dabei das Angebot einer inneren Galerie und einer bespielbaren Dachfläche zu erwähnen. Das Technikkonzept ist nicht plausibel dargestellt, erscheint jedoch
    optimierbar. Insbesondere die Gebäudehauptverteilung im zweiten Obergeschoss sollte bei einer Realisierung in das Erdgeschoss verlagert werden.
    Durch eine kompakte und konstruktiv einfache Bauweise ist eine vergleichsweise wirtschaftliche Realisierung des Beitrags zu erwarten.

    Freiraum
    Der vorgeschlagene Theaterhof lässt durch die dichte Stellung der Gebäude eine belebte aktive Campusfläche glaubhaft erscheinen. Diese lebhafte Dichte wird durch eine kostenmäßig realistische, extensive Behandlung der übrigen Campusflächen erreicht. Damit entgeht aber auch die Chance zu einer gesamthaften Aufwertung des gesamten Campusareals.

    Kosten
    Die Arbeit liegt bei den Bauwerkskosten außerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens, jedoch unter dem Durchschnitt aller abgegebenen Arbeiten. Einsparpotenziale werden insbesondere in einem Verzicht auf die zusätzlich angebotene Dachterrasse, einer Optimierung der Anordnung der Technikflächen und damit einhergehenden Reduzierung der Fassadenflächen sowie in einer Optimierung der Fassadengestaltung gesehen.
    Hinsichtlich der Kosten für die Außenanlagen liegt die Arbeit außerhalb des vorgegebenen Kostenrahmens, jedoch unter dem Durchschnitt aller abgegebenen Arbeiten. Der Entwurf bearbeitet einen vergleichsweise kleinen Teil des Wettbewerbsgebietes.

    Bühnentechnik
    Eine Verbindung des Bühnengrabens zum Magazin wäre wünschenswert. Die Transparenz zwischen den Fluren im ersten und zweiten Obergeschoss und dem Bühnenraum ist aus akustischen Gründen zu überdenken.
    Verbindungstüren zum Lichttechnikraum könnten einflüglig sein. Der Lichttechnikraum soll eine Zugangstür zum Flur erhalten. Die bühnen- und veranstaltungstechnischen Anforderungen sind ansonsten eingehalten.

    Energie
    Die Einhaltung der Vorgaben zur Energieeffizienz sind dargestellt und können im Rahmen des Entwurfs eingehalten werden. Die Arbeit liegt bezüglich der Energieeffizienz im oberen Drittel des Feldes. Der transparente Teil der Fassaden ist auffällig klein.