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  • DE-85737 Ismaning
  • 07/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-145711)

Ismaning: Südlicher Ortsrand, östlich der Münchener Straße


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Schegk Landschaftsarchitekten | Stadtplaner, Haimhausen (DE), Memmingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: dv architekten deffner voitländer, Dachau (DE)

    Preisgeld
    4.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Bei dem Konzept handelt es sich um eine eigenständige Lösung mittels Punkt- und Zeilenhäusern, bei denen die Baukörper aufgeständert werden.

    Die oberirdisch geforderten Stellplätze werden von den Wohngebäuden überlagert und ermöglichen damit flächenmäßig größere Freiräume. Der Entwurf bietet vielfältig intensiv nutzbare, durchgängig gleichwertige Grünräume, die viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung bieten. Der Entwurf zeichnet sich durch sparsamen Umgang mit Erschließungsflächen aus. Die Haupterschließung des Baugebiets erfolgt über 2 Stichstraßen mit Wendehammer, die von der Max-Hueber-Straße ausgehen. Der südliche Ortsrand wird durch den vorhandenen Fuß- und Radweg abgeschlossen, aber nicht eingeengt. Eine fußläufige Erschließung ist durchgängig positiv gegeben.

    Das Konzept zeigt eine versetzte Anordnung von aufgeständerten Punkt- und Zeilenhäusern mit Zugängen über das offene aufgeständerte Erdgeschoss. In diesem offenen Erdgeschoss werden Stellplätze, Fahrräder sowie der Müll untergebracht. Die Gebäude weisen 3 bis 6 Geschosse auf, die in lockerer Abfolge auf die angrenzenden Situationen reagieren. Die südlich angrenzende landwirtschaftliche Fläche verzahnt sich angenehm mit der Bebauung.

    Die versetzte Anordnung der Baukörper verhindert direkte gegenseitige Beeinträchtigungen. Die an und für sich sympathische Struktur bietet allerdings keine Antwort auf den explizit geforderten baulichen Lärmschutz. Im Gegenteil lässt die Aufständerung befürchten, dass sich die Schallbelastung verhältnismäßig weit in das Baugebiet verbreitet. Fraglich ist, ob diese spezielle Bauform der besonderen vorgefundenen örtlichen Situation (Lärmentwicklung St 2053) entspricht.

    Eine Vielfalt von Grundrissen ist möglich. Wirtschaftliche Erschließung und günstige Bauköpertiefen von 12,50m. Orientierungen der Wohnungen und entsprechende Belichtung sind gewährleistet. Die jeweiligen grundrisslichen Strukturen überzeugen in allen Situationen. Eine besondere Wohnqualität entsteht durch den Wegfall der Erdgeschosswohnungen (Sichtbeziehung, Blendung, erste Nutzungsebene: Beletage, Sicherheit etc.).

    Durch die verkehrsoffenen Erdgeschosse entfallen um die Gebäude die sonst notwendigen Privatgärten. Hierdurch entsteht eine halböffentliche Parklandschaft, die trotzdem eine eindeutige Zuordnung zu den Gebäuden zulässt. Die daraus entstehenden Grünräume, die geschickt durch Wegeverbindungen verknüpft sind, ermöglichen eine klare Orientierung und sicheren Aufenthalt im Freien. Die lockere Überstellung der Parklandschaft durch Großbäume unterstreicht dies.

    Die in die Parklandschaft eingestreuten Krautflächen haben eine hohe Aufenthaltsqualität und öffnen den Bewohnern mannigfaltige Möglichkeiten für ein Naturerleben.

    Die Verkehrserschließung im Nordwestlichen Ideenteil ist noch genauer auszuarbeiten.

    Das Bestandsgebäude stört in seiner Eigenständigkeit das neue Ensemble nicht.

    Alle geforderten Zahlenwerte werden in diesem Konzept gänzlich erfüllt.


INFO-BOX

Angelegt am 22.07.2013, 16:59
Zuletzt aktualisiert 31.07.2013, 09:36
Beitrags-ID 4-71187
Seitenaufrufe 104