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  • 1. Preis


    Lichtplaner
    DAY & LIGHT LICHTPLANUNG, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Stefan Vetter

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)
    Architekten: ama_architekturbüro michael auerbacher, Burghausen (DE)
    Tragwerksplaner: Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    10.000 EUR

    Erläuterungstext
    Beleuchtungskonzept | Die Beleuchtung fügt sich dezent in die Gestaltung und Topografie des Lenneparks ein. Die Heckenbepflanzung sowie die Mauern werden als lineares, wegweisendes Band durch Anstrahlung hervorgehoben. Sie sind auch vom gegenüberliegenden Lenne-Ufer als raumbildendes Element deutlich wahrnehmbar. Entlang des Fahrradwegs werden schlichte Lichtstelen eingesetzt, um sowohl die Hecke als auch den Weg auszuleuchten. Die unteren Fußwege im nördlichen Teil erhalten Pollerleuchten mit einer niedrigen Lichtpunkthöhe. Sie leuchten auch die Fläche der Mauer aus und wechseln sich im weiteren Verlauf mit Wandeinbauleuchten ab. Auch die Treppe zwischen beiden Brücken wird durch Wandeinbauleuchten ausgeleuchtet.
    Die Beleuchtungsstärke im Bereich zwischen Parkplatz und Brücke wird entsprechend der dortigen Frequentierung etwas höher angesetzt und nimmt im weiteren Verlauf des Flusses ab. In der Unterführung sollen die Wandflächen von der Decke aus beleuchtet werden, um die Innenraum auch bis nach Außen hin wahrnehmbar hell erscheinen zu lassen.
    Die Fläche der Überdachung beim Treppenabgang wird ebenso deutlich aufgehellt. Die Leuchten dort sollen in die Konstruktion integriert werden.
    Der Weg auf der Fußgängerbrücke sowie die anschließende Rampe wird durch lineare Handlaufleuchten beleuchtet. Das lineare Erscheinungsbild wird durch eine dezente Ausleuchtung der Tragkonstruktion von unten heraus ergänzt um eine klare Lichtidentität des Bauwerkes und gleichermaßen eine dezente, diffuse Beleuchtung zu schaffen um zur Gesichtserkennung beizutragen.
    In allen Bereichen kommen LED-Leuchten mit warmer Lichtfarbe zum Einsatz. Durch präzise Linsenoptik lässt sich die Entblendung, auch aus niedriger Augenhöhe, und die Energieeffizienz gewährleisten.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Parkfläche zwischen den Bahngleisen und dem Ufer der Lenne besticht durch ihre klare und homogene Gestaltung. Die Wegeführungen nehmen Rücksicht auf die historische Situation, die Bestandsmauern werden geschickt in die Planung integriert. Mit
    Baumpflanzungen wird sparsam umgegangen, es dominiert die Wiesenlandschaft, die
    Blickbeziehung zum Fluss bleibt offen. Auch in der Gestaltung der Unterführung spielt die
    Beziehung zum Fluss eine wichtige Rolle, sie wird bis zum Ufer geführt und weitet sich dort konisch aus, bei Hochwasser wird diese Öffnung mit einem Fluttor verschlossen. Auch die Integration der Park & Ride Stellplätze und ihrer Auflockerung durch Hecken darf als gelungen bezeichnet werden. Die Linearität des Parks wird durch das Lichtkonzept von LEDStrahlern und Einbauleuchten wirksam unterstützt.

    Die Fußgängerbrücke mit ihrem asymmetrischen Querschnitt stellt eine elegante Lösung dar, der nach Norden gekippte Parabelbogen kehrt der bestehenden Straßenbrücke den Rücken und leitet den Blick zum Stadtkern hin.

    Sowohl ästhetisch als auch technisch bietet die Arbeit Lösungen an, die als kultiviert, wohl
    überlegt und gelungen gelten können.