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  • DE-72160 Horb am Neckar
  • 09/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-137380)

Zukunft der Horber Innenstadt


  • ein 3. Preis

    © faktorgruen

    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Martin Gass

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: rosenstiel architekten, Freiburg im Breisgau (DE)
    Bauingenieure: KIRN INGENIEURE, Pforzheim (DE)
    Lichtplaner: lichtgestaltende ingenieure vogtpartner, Winterthur (CH)

    Preisgeld
    6.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Neben dem Schwerpunkt des Einkaufszentrums am Bahnhof definiert der Verfasser den Schwerpunkt der Altstadt um den Fruchtkasten. Hierzu sieht der Beitrag eine neue eingehauste Fußgängerbrücke aus Cortenstahl in der Achse der alten Brückenköpfe vor. Über den Platz an der Volksbank wird im Zuge der Wilhelmstraße die Neckarstraße erreicht. Diese werden gemeinsam als stadträumlicher Zusammenhang durch die einheitliche Flächengestaltung geprägt. Die gewünschte Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch die Zu- und Ausfahrt zum Parkhaus Kaiser ist jedoch eingeschränkt.

    Die bisher bestehenden Zugänge zum Innenhof werden in zwei Flügelgebäuden zum Fruchtkasten wieder aufgegriffen. Sie bedeuten jedoch keine entscheidende Aufwertung der Zugänglichkeit des Innenhofs, der sich der Öffentlichkeit dadurch weiterhin entzieht. Ob die Möglichkeit besteht, auf dem gegenüberliegenden südlichen Kanalufer eine Durchgangsmöglichkeit zu schaffen, erscheint zumindest zweifelhaft.

    Positiv wird angemerkt, dass die beiden neuen giebelständigen Gebäude gegenüber der Mühlener Straße einen neuen Platzraum definieren und eine attraktive Empfangssituation schaffen. Die Lage der TG-Einfahrt in der Innenkurve am Kopfgebäude neben der Hirschgasse überzeugt dagegen nicht. Die Abgrenzung der Altstadtkante entlang der Gutermannstraße mit einer Baumreihe wird positiv gesehen. Die Wohnbebauung am Reibegässle erscheint konventionell und wenig altstadtgerecht. Dafür wird das prägende Schwarzwaldhaus entfernt.

    Die Gestaltung des Sebastian-Lotzer-Platzes als Shared-Space mit Abbiegevorgängen ist bei 22.000 Kfz auf der Neckarstraße kaum denkbar – auch wenn das Mühlgässle abgehängt wird.
    Für die Verbindung über die Dammstraße wird keine Lösung angeboten.

    Aus Sicht des Denkmalschutzes ist die Wegeachse sowie die Beibehaltung der Mühlkanalkante positiv zu werten. Die Gebäudeanbindungen an den Fruchtkasten sind weiterzuentwickeln.
    Das städtebauliche Gesamtbild wird erhalten.

    Der Beitrag bietet eine weiter zu verfolgende Lösung im Bereich Einmündung Mühlener Straße, lässt jedoch im Bereich des Fruchtkastens durch die vollständige Abgrenzung des Innenhofs wesentliche Möglichkeiten ungenutzt. Er bietet weiterhin keine Aussagen zur Verknüpfung mit der Oberstadt und der Ausformung des Brückenkopfs des Fußgängerstegs an der Dammstraße.