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  • CH-4132 Muttenz
  • 08/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-153756)

Neubau Primarschulhaus mit Turnhallen


  • 2. Rang 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Allemann Bauer Eigenmann Architekten, Zürich (CH)
    Bauingenieure: WaltGalmarini AG, Zürich (CH)
    Bauingenieure, sonstige Fachplaner: IBG Engineering, St. Gallen (CH), Winterthur (CH)
    TGA-Fachplaner: Advens AG, Winterthur (CH)

    Preisgeld
    30.000 CHF

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Mit der Situierung eines zweigeschossigen Baukörpers im südöstlichen Bereich des Areals entsteht ein dem Haupteingang vorgelagerter, grosszügiger Pausenplatz, welcher als Bindeglied zwischen neuem Schulhaus und dem geplanten Grünzug funktioniert und gleichzeitig eine prominente Adresse schafft. Der Neubau bleibt in der Höhenentwicklung zweigeschossig und ordnet sich mit seiner horizontalen Gliederung gut in den kleinteiligen Kontext des Wohnquartiers ein. Der damit verbundene hohe Flächenbedarf hat jedoch zur Folge, dass im Falle der Realisierung einer Dreifachhalle durch den Kanton, die geforderte Spielwiese für die Primarschule von 50x70m nicht nachgewiesen werden kann.

    Die vertikale Organisation mit den halböffentlichen Räumen im Erd- und Untergeschoss erlaubt eine vielfältige und teilweise gleichzeitige Bespielbarkeit durch verschiedene Nutzergruppen. Insbesondere der gedeckte Zugang und Erweiterungsmöglichkeit der Aula versprechen eine hohe Benutzerfreundlichkeit für Schule und Dritte. Im ersten Obergeschoss sind alle Unterrichtsräume geschickt von einer mäandrierenden Raumfigur erschlossen. Um die platzartigen Ausweitungen dieses Zirkulationsbereichs gruppieren sich jeweils zwei bis drei Klassenzimmer zu einem Cluster. So entstehen für die Kinder überschaubare, nachbarschaftliche Situationen innerhalb des grossen Schulhauses.
    Die Tragkonstruktion ist minimalisiert und erlaubt durch die mehrheitlich vorgefertigten Bauteile eine schnelle Bauweise. Nicht optimal ist die Stabilisierung des Obergeschosses mit auskragenden Stützen. Das Gebäude würde sich hervorragend für ein natürliches Lüftungskonzept eignen. Leider nutzten die Verfasser diese Chance nicht und empfehlen unbegründet eine standardisierte Lüftungsanlage.

    Insgesamt überzeugt nimmerland durch die konzeptionelle und räumliche Gliederung der schulischen und ausserschulischen Nutzungen. Mit der horizontalen Verflechtung von Schulräumen und Erschliessungswegen und Lichthöfen wird eine vielversprechende Raumqualität geschaffen, welche zudem unterschiedliche Lernformen ermöglicht. Dass die Spielwiese nach der Realisierung der Dreifachturnhalle fehlt wiegt allerdings schwer. Die klare und selbstverständliche Ausformulierung des Gebäudevolumens verleiht dem Schulhaus einen starken Charakter mit hohem Identifikationspotential.