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  • 1. Rang Zuschlag

    Nach Überarbeitung

    Architekten
    HASCHER JEHLE Architektur, Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Anne Schäfer, Daniel Sonntag, Fleur Keller, Claudia Lüth

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: Pinck Ingenieure Consulting GmbH, Hamburg (DE)

    Preisgeld
    13.333 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Zwei sehr individuelle, stromlinienförmige Baukörper formen die Hülle für Schule und Quartierszentrum. Städtebaulich flankieren sie den Blick aus der zentralen Achse Fehlinghöhe und fassen ihn geschickt, indem sie hier den Freiraum aufweiten und für die beiden Häuser im Osten und Westen des so entstehenden Stadtplatzes gut auffindbare zentrale Adressen schaffen. Gleichzeitig wird der Fußweg zum See begleitet und aufgewertet. Ein kleiner Nachteil entsteht durch die so erzeugte Lage der Sporthalle in zweiter Reihe. Das westliche Haus fasst intelligent die beiden Schulen in einem Baukörper zusammen, wobei jeweils eine individuelle Eingangssituation besteht.

    Die Schule wirkt innenräumlich durch großzügige Einschnitte licht und einladend, da Tageslicht über verglaste Flure, Aufweitungen und gut proportionierte Innenhöfe ins Innere fällt.

    Problematisch ist allerdings die Vermischung von Unterrichtsbereichen an der Nahtstelle von Grundschule und Sekundarstufe.

    Im Erdgeschoss sind Mensa und Pausenhalle zwar gut platziert - letztere belebend am öffentlichen Raum – lassen sich für große Schulveranstaltungen allerdings nicht optimal zusammenschalten.

    Ferner besteht die Problematik der Trennung von Produktionsküche und Mensa auf der einen und Alraune mit Bistrobereich auf der anderen Seite. Der Gang unter Gelände stellt keine ausreichende Verbindung dar. Die städtebauliche Offenheit ist erkauft zugunsten einer schlüssigen Lösung in der Anordnung übergeordneter Funktionen. Im östlichen Teil sind die beiden Bereiche des Quartierszentrums platziert und mit Multifunktionsraum und Bistro am öffentlichen Raum präsent.

    Insgesamt bietet der Entwurf mit der prägnanten und wieder erkennbaren „Körpersprache“ eine gute und individuelle Antwort auf eine sehr komplexe Aufgabenstellung. Die Fassadensprache kleidet den Körper angemessen, wenn auch in diesem Entwurfsstadium noch sehr schematisch dargestellt, und lässt in der weiteren Detaillierung eine optimistische Ausstrahlung in den Stadtteil erwarten.