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  • DE-49090 Osnabrück
  • 11/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-137851)

Kaserne an der Landwehrstraße


  • 1. Preis


    Landschaftsarchitekten
    faktorgruen, Freiburg im Breisgau (DE), Rottweil (DE), Heidelberg (DE), Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner, Düsseldorf (DE), Stuttgart (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Prägendes Element des Entwurfes ist eine zentrale Grünfläche, die ggf. auch der Versickerung von Oberflächenwasser dienen soll. Die Fläche verbindet die Sportanlagen im Nordwesten mit einer städtischen Platzanlage an der Haupterschließung im Osten. Um die Grünanlage herum entwickelt sich ein eher urban geprägtes Wohnquartier. Dieses besteht aus einer Vielzahl einzelner Wohnnachbarschaften mit gemischten, vielfältigen und ausgeglichenen Strukturen, die eine hohe Wohnqualität erzeugen können.

    Damit bietet der Entwurf eine sehr attraktive Mischung unterschiedlicher Wohntypologien und eine hohe Qualität kleinräumiger Strukturen.

    Zentrale Einrichtungen, u.a. die Nahversorgung, sind sinnfällig im Südosten an der Haupterschließung angeordnet und stehen in einer bipolaren Beziehung zu Kita und Familienzent rum im Nordwesten. Das Gewerbe ist sinnvoll im Umfeld des Polizeistandortes und der Nahversorgung angesiedelt bzw. erscheint etwas isoliert im Nordosten.

    Das Erschließungssystem ist funktional und schlüssig. Einzelne Nachbarschaftsplätze ergänzen das System und tragen zu einer Identitätsbildung der Nachbarschaften bei. Die Struktur der Erschließungsanlagen ist allerdings nicht so klar ausgebildet, dass sie eine einfache Orientierung ermöglicht.

    Kritisch zu bewerten ist der hohe Grünflächenanteil, der sich in wesentlichen Teilen in den Randbereichen des Gebietes befindet, wo er kaum wahrnehmbar ist und keine hohen Gestaltungs-und Nutzungsqualitäten entfalten kann. Dagegen wirkt die zentrale Grünfläche eher selbstzentriert und verfügt – abgesehen von der Fußwegeanbindung im Osten – über keine städtebaulich und landschaftlich ausgeprägte Vernetzung mit den umgebenden stadträumlichen Strukturen. Der zentrale Anger kann in der vorgeschlagenen Ausprägung keine wirkliche Nutzungsqualität und keine Adressbildung für das gesamte Quartier entwickeln.