loading
  • 1. Preis

    kein Bild vorhanden
    Tragwerksplaner
    Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner GmbH, Köngen (DE), Hannover (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: löhle.neubauer_architekten BDA pmbb, Augsburg (DE)
    Landschaftsarchitekten: lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner gmbh, München (DE)

    Preisgeld
    12.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen vor, das Kutscherhaus zu Gunsten eines wirtschaftlich optimierten Verwaltungsgebäudes zu opfern. Positiv wird beurteilt, dass der Entwurf die städtebauliche Kante des Kutscherhauses wieder aufnimmt. Aus Sicht der Denkmalpflege wird positiv gesehen, dass der Solitärcharakter des Bestandsgebäudes erhalten bleibt. Die Anbindung erfolgt über eine Glasfuge ohne Veränderungen im Bestand.
    Die Eingangssituation des Neubaus ist in die Sichtachse aus der Innenstadt, bis nahe an die Rostocker Straße herangezogen. Damit ist für den Besucher eine sehr gute Orientierung gegeben. Dem Haupteingang vorgelagert ist ein gut proportionierter Vorplatz – der vorgeschlagene Solitärbaum überzeugt hier nicht.
    Die vorgeschlagene Stellplatzlösung ist sehr schematisch. Die räumlich funktionale Struktur der Außenanlagen ist weiter entwicklungsfähig.

    Sehr positiv wird die Eingangslösung gesehen. Der Besucher kommt in ein großzügiges Foyer, das sich in voller Gebäudehöhe öffnet. Die Freitreppe am eingestellten Körper ist ein einladendes Element. Der Neubau bietet durch die mittige Erschließung auf jeder Etage zwei übersichtliche Funktionsbereiche. Durch differenzierte Fluraufweitungen entstehen selbstverständliche Aufenthalts- und Wartebereiche für die Besucher. Der Entwurf unterschreitet den vorgegebenen Raumbedarf. Eine Vergrößerung des Gebäudes ist jedoch ohne Änderungen am Entwurf durch Verlängerung des Gebäudes möglich. Das Entwurfskonzept mit dem über 3 Etagen offenen Mittelbereich erfordert ein anspruchsvolles Brandschutzkonzept. Alle offenen funktionalen Fragen erscheinen in der weiteren Durcharbeitung lösbar.

    Das Gebäude fügt sich sehr selbstverständlich in die Situation ein und findet eine angemessene moderne Formensprache im Verhältnis zum Altbau. Das Gestaltungskonzept wird entscheidend von der Detaillierung abhängen. Die vorgeschlagene Fassadenlösung mit den raumhohen Fenstern ohne Unterteilungen wird vom Nutzer funktional problematisch gesehen. Auch die angesprochenen solaren Gewinne werden bei der vorhandenen Ost-West-Orientierung nicht erzielbar sein.

    Die Verfasser machen relativ allgemeine Aussagen zum Energiekonzept. Das Gebäude wird durch seine Kompaktheit aber in jedem Fall wirtschaftlich zu betreiben sein.

    Das Gebäude lässt eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten. Die Baukosten liegen im mittleren Bereich.