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  • Engere Wahl

    eingang bibliothek

    Architekten
    architekten prof. klaus sill, Hamburg (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Lorenz Tettenborn, Jan de Wolff, Bente Dau, Assmann Beraten+Planen, Hamburg ARBOS Landschaftsarchitekten, Hamburg Ridder, Meyn & Nuckel, Hamburg ITW, Hambrug

    Erläuterungstext
    • Städtebauliches Konzept

    Die Technische Universität Chemnitz beabsichtigt, mit dem Umbau und der Sanierung des Adolf-Ferdinand Weinhold-Baus einen wichtigen Teil des Campus neu zu ordnen, ihren Standort im Süden der Stadt zu stärken und ein repräsentatives Bild zu schaffen, welches ihrem Ansehen als international anerkannter Forschungs- und Studienort gerecht wird.

    Aufgabe des Realisierungswettbewerbs ist die komplette Sanierung der Fassaden des Adolf-Ferdinand Weinhold-Baus und die Integration einer Teilbibliotheken mit 7.700qm Nutzfläche für Geisteswissenschaften und Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. In diesem Zuge ist die Eingangssituation neu zu ordnen und ein Brandschutzkonzept für das gesamte Gebäude zu entwickeln.

    Das zentrale Element des Transformationsprozesses ist die Schaffung einer neuen, erweiterten Eingangssituation. Der vorhandene Eingang in den Adolf-Ferdinand Weinhold-Bau wird durch eine, dem 2-geschossigen Gebäudeteil vorgelagerte, neue Plattform zu einer großzügigen Gesamtsituation umgestaltet. Das Gebäude erhält, ähnlich wie es die neu gestaltete Mensa und das neugebaute Hörsaalgebäude schon besitzen, ein öffentliches und ´offenes Foyer´ zum Campus.
    Dieses ´offene Foyer´ erschließt die Institutsbereiche des Adolf-Ferdinand Weinhold-Baus und führt unmittelbar zum neuen Eingang der Bibliothek. Ein helles und offenes Foyer lädt zum Verweilen ein und führt unmittelbar zur Buchausgabe. Fester Bestandteil dieses Foyers ist der Bibliotheksgarten, der über zwei Drehtüren erreichbar ist und mit den zwei Heckenräumen zum Verweilen einlädt.



    Das neue Foyer integriert außerhalb der Buchsicherungsanlage eine Lesezone, den Garderobenbereich und den Schulungsraum. Innerhalb erstreckt sich der großflächige Freihandbereich über die gesamte, zur Verfügung stehende Länge des Gebäudes.
    Das Sockelgeschoss ist als Magazingeschoss mit Rollregalanlage konzipiert und über Aufzüge optimal mit den anderen Geschossen vernetzt. Eine interne Treppe ermöglicht eine direkte Anbindung an die Buchausgabe.
    Über die `Dreieckstreppe` gelngen die Besucher in das Obergeschoss des 2-geschossigen Gebäudeteils. Buchaufstellflächen und Leseplätze sind als Signal für die Öffentlichkeit unmittelbar über dem neuen Eingang der Bibliothek und damit unmittelbar zum Campus orientiert.

    Das 1.-3.Obergeschoss stehen im Hochhausbereich des Gebäudes in einem unmittelbaren räumlichen und typologischen Zusammenhang: An der Nordfassade dient die tiefe Raumzone zur Anordnung von Leseplätzen [Einlesen] und zur Aufstellung der Buchregale der Freihandbereiche im Mittelbereich. Die Raumzone an der Südseite nimmt Büroflächen und Lese- und PC-Plätze auf und ermöglichen ein konzentriertes, wissenschaftliches Arbeiten. Dazwischen liegt eine schlitzartige, offene Erschließungszone, die die Geschosse durch Treppen und Lufträume verbindet.

    Die südlichen Raumzone wird am östlichen und westlichen Ende der Bibliothek variiert. Es entstelen niedrigere, zum Bestand verschobene, Lesebereiche, die zusammen mit dem beschriebenen Schlitz in den zwei Geschossplatten eine räumlich spannungsvolle Situation definieren. In der Südfassade dokumentieren diese beiden neuen Raumstrukturen das Ausmaß der Bibliothek im Adolf-Ferdinand Weinhold-Bau.

    Fassaden

    Konzeptionelle Grundidee der Neuplanung ist das Prinzip einer der den Gestaltungsprinzipien des Adolf-Ferdinand Weinhold-Baus entsprechenden Weiterinterpretation der Fassaden. Gleichzeitig soll die Funktionsveränderung in Teilen des Gebäudes zum Ausdruck gebracht werden, sowie den Standards neuesten energetischen und baurechtlichen Parameter entsprochen werden.

    Die geschlossenen Bereiche der Fassade werden gedämmt und durch bedrucktes ESG-Glas verkleidet. Sie sollen die Farbigkeit und Struktur der bestehenden Glasmosaikfassade, die ein wichtiges Element des heutigen Erscheinungsbildes des Gebäudes ist, aufnehmen und in einer neuen Interpretation wiedergeben.

    Die Nachteile des bestehenden Brise Soleil sollen durch die Neuplanung kompensiert und nachhaltig neu definiert werden. Der Wechsel von der massiven Fertigteilstruktur der bestehenden Konstruktion zu einer zeitgemäßen, wesentlich leichteren Faserbetonkonstruktion ist dafür das entscheidende Kriterium. In den unteren Geschossen wird das vertikale Achsmaß variiert, um Sichteinschränkungen durch die sehr engen Abstände zu vermeiden. Zusätzlich werden Sonnenschutzelemente in die Fassadenkonstruktion integriert.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 21.11.2008, 12:18
Beitrags-ID 4-7830
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