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  • AT Innsbruck
  • 07/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-4582)

Überbauung des bestehenden Chirurgie-Flachbaues Ost


  • 4. Preis

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    Architekten
    SPAP// Architektur / Stadt / Landschaft _ BDA DASL, Dortmund (DE) Büroprofil

    Erläuterungstext
    Leitidee

    Was gibt einem „fliegenden“ Riegel eine tatsächlich leichte Anmutung?
    Wie schafft man es, einem „Haus über einem Haus“,
    dass tragkonstruktiv gezwungener Maßen sehr kühn konstruiert sein muß, die Erscheinung der absoluten Leichtigkeit zu geben?
    Einen Charakter des beinahe „Temporären“.
    Es zu entmaterialisieren, fast aufzulösen.
    Den Versuch zu unternehmen, es zu „verflüchtigen“,
    damit der Mensch im Strassenraum und andere Gebäude in Nachbarschaft, so wenig wie eben möglich den Eindruck des Bedrängens und Erdrückens haben.
    Es kann nur über die Materialität der äußeren Haut funktionieren.
    Denn innen ist das Haus ein pragmatisch, den Möglichkeiten entsprechend, durchorganisierter Funktionsbau mit klaren Raumbegrenzungen
    und „harten“ funktionstüchtigen Fassaden.
    Eine „gläserne“ Fassade, vermeintlich oft als leicht und transparent angesehen, schafft dieses Anliegen nicht, soviel sei hier vorweggenommen.
    Eine Glasfassade würde, aus der Perspektive des Strassenraums betrachtet, in der Realität eher „blockhaft“ und fast schwarz daher kommen. Jedes andere Material wie Metallpaneele oder Stein,
    würde den Riegel ohnehin eher stärken und „mächtigen“ als gewollt.
    Das architektonische Thema ist in diesem Fall die „Camouflage“, die bewusste Tarnung!
    Diese Tarnung wird hier Mittel zum Zweck.
    Eine leichte, von innen betrachtet, fast gänzlich transparente,
    geflochtene Konstruktion aus gespanntem Edelstahlgewebe,
    umspannt den Riegel und schafft die Quadratur des Kreises:
    Leichtigkeit und Auflösung zum Einen, gerade auch durch die Flechtung -und zum Anderen,die Unterstreichung des elementaren Konzepts des „Hängenden, durchgängig homogenen Riegels“,
    der sich gänzlich zurücknimmt und keine Fassade im konventionellen Sinne mit geschlossenen und offenen Wandanteilen haben will.
    Durch die Flechtung sind von jedem Raum seitlich immer wieder direkte, gewebefreieDurchblicke über die Stadt möglich. Aber auch das Gewebe selbst verhält sich nicht wie eine Sichtsperre, sondern ist von seiner inneren visuellen Anmutung eher wie ein leichter durchsichtiger Vorhang zu sehen. Wenn man so will, so entsteht in den eigentlichen Räumen fast ein „wohnlicher“ Charakter und aus dem Strassenraum betrachtet, „schwebt“ dort oben eine eher „luftige“ Konstruktion,
    in der Analogie passend zur Höhe, in der sie sich befindet.
    An einer einzigen Stelle auskragend in den Strassenraum mit einem „Gesicht“ –hier ist die Flechtung zurückgenommen – hier wird die Camouflage enttarnt,hier kommt der wahre Baukörper zum Vorschein.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am
Zuletzt aktualisiert 10.08.2010, 16:38
Beitrags-ID 4-8135
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