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  • DE-23701 Eutin
  • 06/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-128018)

Stadtentwicklung Eutin 2016+


  • 2. Phase


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    Landschaftsarchitekten
    Andreas Bunk, Landschaftsarchitekt, Hamburg (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Korzó Tervezési Stúdió, Budapest (HU)
    Stadtplaner: ARCHITEKTUR + STADTPLANUNG, Hamburg (DE), Schwerin (DE), Oldenburg (DE)

    Erläuterungstext
    „... zu neuen Ufern / neue Ufer für Eutin ...“
    Die Qualitäten Eutins, seine lange gärtnerische Tradition, und die Lage der Stadt im Seen-Verbund der Holsteinischen Schweiz gilt es herauszuarbeiten.
    Durch die Öffnung verschütteter Gewässer kommt das Wasser wieder sichtbar in die Stadt. Die We¬gebeziehungen zwischen Stadt und See werden betont. Die touristische und gestalterische Bedeutung des Seeufers wird mit der Promenade und touristischer Infrastruktur gestärkt. Die Stadt und ihre Nutzungen treten ans Ufer. Der historische Stadtraum, Seeufer, die unterschiedlichen Grünräume sowie wichtige Wegeverbindungen - z.B. vom Bahnhof zum Markt und darüber hinaus zum See - werden weiter hervor gehoben.
    Ziel ist die Steigerung der Lebensqualität und touristischen Attraktivität der Stadt.

    Die Tourismusinfrastruktur, die sich sowohl an (garten-)kultur- als auch an bewegungsorientierte Besucher richtet, wird im Bereich der Stadtbucht konzentriert. Kulturelle Angebote mit Bezug zum historischen Schlosspark, Freilichtbühne und die vorgeschlagene Gartenakademie werden im Bereich der Kulturachse bzw. des Bauhofes angeordnet. Die teilweise Öffnung bzw. die Sichtbarmachung des Stadtgrabens stellt den Bezug zwischen Kleinem und Großem Eutiner See her.


    Sportachse

    Im Bereich des Seeparks werden während und nach der LGS umfassende generationsübergreifende Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote überwiegend mit Wasserbezug (Wasserspielplatz) installiert.
    Das zwischen Stadtkern und Großem Eutiner See gelegene bisherige „Haus des Gastes“ erhält ein attraktives gastronomisches Angebot und wird um ein „Life-Style-Hostel“ / „Bootel“ erweitert. Dieses Hostel ist ein attraktives Angebot vor allem für junge und sportiv-modern denkende Wanderer zu Lande und zu Wasser. Die Gäste sollen vom Design angesprochen werden, das Niveau soll über dem einer Jugendherberge liegen.


    Stadtbucht / Stadtpromenade während LGS

    Der wieder geöffnete Stadtgraben, die neue Stadtpromenade, die neue Bebauung mit touristischer und gastronomischer Infrastruktur (Touristinfo, (Ferien-)Wohnungen, Gastronomie) schaffen eine Verknüpfung zwischen historischem Stadtkern und See. Das Seeufer wird für alle Bevölkerungsgruppen leicht und attraktiv zugänglich, es entstehen großzügige attraktive Freiräume.
    Wegebeziehungen zur Innenstadt werden durch Aufpflasterungen an den Kreuzungsbereichen der Straßen Rosengarten und Schlossstraße hervorgehoben.
    Historische Wege zum See und in die Parks werden gestalterisch betont.

    Der Pastorengarten erhält mit dem „Haus der Stille“ einen Pavillon, der der Kirche während und nach der LGS den Raum für angemessene öffentliche Veranstaltungen bietet.
    Die Umgestaltung der Promenade und der Neubau des Hotels am Marstall bieten Freizeit- und Kul-turangebote für Hotelgäste und Besucher der Stadt. Im Untergeschoss entsteht ein Veranstaltungs¬saal, der sich zum Wasser / zur Promenade öffnet, eine gastronomisch genutzte Dachterrasse bietet einen weiten Blick auf See, Stadt und Schloss.


    Historische Achse

    Der Schlosspark Eutin ist wohl das bedeutendste erhaltene Gartendenkmal Schleswig- Holsteins. Der aufklärerische Ansatz wird zeitgemäß wiederbelebt: Der dauerhaft wiederhergestellte historische Kü¬chengarten bietet auf Dauer Schau- und Versuchsflächen. Der Tempelgarten wird als temporäre „Zeitreise durch die Gartengeschichte“ gestaltet.
    In den denkmalgeschützten Gebäuden im Bereich Bauhof und Küchengarten soll sich die „Ostholsteinische Gartenakademie Christian C. L. Hirschfeld“ der Erforschung, Dokumentation und Vermitt¬lung historischer Techniken, Methoden und Kulturpflanzen widmen. Hier entsteht das Kompetenzzentrum der Initiative „Offene Gartenpforte“.
    Der Nordgarten erhält als „Giardino Segreto“ eine Neuinterpretation seiner Gestaltung im 18. Jahrhundert. Die Umgrenzungsmauern bleiben erhalten, durch die Absenkung des derzeitigen inneren Niveaus auf das historische Niveau wird die Mauer wieder ihre ursprüngliche Raumwirkung entfalten. Es ergeben sich so Perspektiven innerhalb und außerhalb der räumlich gefassten Frei¬räume. Der freie Blick und der Bezug auf das Schloss mit seinem Schlossgraben bleiben erhalten. Dieser „Giardino Segreto“ ist nur durch wenige Tore in der Mauer zu gewissen Zeiten zugänglich. So kann dieser Raum für anspruchsvolle Pflanzungen, Installationen und Nutzungen mit begrenztem Besucherkreis – z.B. für Veranstaltungen des neuen Hotels - während und nach der LGS genutzt werden.


    Kulturachse / Bereich Tempelgarten / Bauhof

    Die Kulturachse erstreckt sich vom Küchengarten, über Kulturhof, Freiluftbühne bis zur Fasaneninsel.
    Die bestehende Freilichtbühne bleibt während der LGS erhalten. Die „Neue Eutiner Seebühne“ besteht aus einer schwimmenden Bühne auf Pontons, die je nach Anlass an unterschiedlichen Uferbereichen des Großen Eutiner See in variabler Größe genutzt werden kann. Als Tribüne werden terrassenförmig angelegte Uferbereiche östlich der bestehenden Freilichtbühne genutzt.
    Langfristig sollte der bisherige Standort der Freilichtbühne wieder in die historische Parkanlage integriert und als Aussichtspunkt auf See und Schloss genutzt werden.
    Der kleine Bootsanleger in diesem Bereich ermöglicht die Verbindung der einzelnen Seebereiche und der Fasaneninsel miteinander.
    Opernscheune, die Torhäuser und die neue Jugendherberge bilden den Kulturhof Eutin.
    „Forsthofareal“ und der östlich anschließende Haupteingang Süd
    Besucher, die mit eigenem PKW anreisen, parken auf den Außenparkplätzen und gelangen mit einem Bus-Shuttle zum Haupteingang Süd. In diesem Bereich befindet sich während der Gartenschau der „Gärtner-Markt“, welcher in Verbindung mit den Schaugärten ein „blumiges“ Entree bildet. Topografie und die vier Himmelsrichtungen werden in diesem Bereich durch Aussichtsturm, Wegeführung, offenes Hangplateau, Wildblumenwiesen sowie Staudenpflanzungen herausgearbeitet.
    Die Schauflächen und Klimagärten der LGS befinden sich entlang der Grünverbindung zum Bauhof bzw. zur Kulturachse. In den Klimagärten können die Besucher den Klimawandel und dessen Auswirkungen selbst erfahren. Hier werden die Folgen und die Auswirkungen der Produktion nachwachsender Rohstoffe und Energie auf Natur und Landschaft dargestellt. Das Arboretum im Bereich der künftigen Stellplatzanlage dient der langfristigen Erforschung von Gehölzen, um Arten und Sorten zu finden, die für die veränderten Klimabedingungen geeignet sind.
    Der erhaltene Weiher und der aufgeweitete Bachlauf veranschaulichen die Selbstreinigungskräfte von natürlichen bzw. naturnahen Gewässern.
    Während der LGS dienen die künftigen Wohngebiete als Schauflächen für die Gestaltung von Hausgärten, insbesondere unter dem Aspekt der Vereinbarkeit nachhaltiger Energieproduktion und ressourcenschonender Gebäudetypologien und Freiraumgestaltung.


    Nachnutzung

    In der Nachnutzung werden lediglich die Schauflächen und temporäre Installationen zurückgebaut.
    Der Gärtnermarkt bzw. Eingang-Süd werden in der Nachnutzung zum Wohnmobilstellplatz. Das Gebäude für Gastronomie und Sanitär wird hierfür weitergenutzt. Der Turm verbleibt als Landmarke dieses dauerhaft erhaltenen Zugangsbereiches zum Großen Eutiner See. Die Bepflanzung um den Hügel wird vereinfacht und extensiviert. Auswärtige Besucher können die extensiv gestalteten Parkplatz¬anlagen (Schotterrasen) am ehemaligen Eingang-Süd und im Bereich Forsthofareal nutzen und über attraktive Wegeverbindungen zu ihrem Ziel gelangen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

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