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  • DE-87600 Kaufbeuren
  • 03/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-149525)

Wohnbebauung Reichenberger Straße


  • 3. Preis

    kein Bild vorhanden
    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: 17A ARCHITEKTUR, Königsbrunn (DE), München (DE)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Preisgeld
    6.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen vier Nord-Süd-gerichtete Gebäuderiegel vor, die sich gut in die städtebauliche Struktur der „Papageien-Siedlung“ und des zu erhaltenen Gebäudes im Rehgrund einfügen und auf die Topografie geschickt reagieren. Die viergeschossigen Riegel bilden dabei mit ihren Stirnseiten zur Reichenberger Straße einen rhythmischen Abschluss. Der Maßstabssprung zur Papageien-Siedlung im Norden wird durch die vorgeschlagene Grünzäsur gemildert.

    Die Freiräume und die Zuwege ins Gebäude verlaufen entlang der Gebäuderiegel. Die Flächen sind gut nutzbar, allerdings führt der hohe Anteil an privaten Flächen zu Nachteilen bei der Freiflächennutzung für die Bewohner der oberen Geschoße. An den Straßenkreuzungen zur Reichenbergerstraße sind platzartige Aufweitungen vorgesehen, die gut als Quartierstreffpunkte genutzt werden können. Spielen ist in der Grünzone zur Papageiensiedlung angeordnet, der jedoch für die vorgesehene Nutzung zu schmal ist. Der Höhenunterschied der Fläche wird zur Abgrenzung der privaten zu den halböffentlichen Flächen genutzt. Die Querparker entlang der Reichenbergerstraße hinter dem Fußweg sind problematisch.

    Die von den Verfassern im Westen vorgeschlagenen Gartenbereiche ergeben attraktive Erdgeschosswohnungen. Die Grundrissgestaltung überzeugt durch ihre große Variabilität hinsichtlich Größe, Anordnung und Sondernutzung. Die Organisation der einzelnen Wohnungen erfolgt dabei nach bewährten Grundrisstypologien. Der östlich angeordnete Erschließungsflur erscheint jedoch bei der notwendigen Länge beengt.

    Die für die Westseite vorgeschlagene schwingende Fassadenstruktur verleiht den Gebäuden ihren eigenständigen Charakter.

    Die angedachten Wärmeschutzmaßnahmen lassen gute Energiekennwerte erwarten, die kontrollierte Be- und Entlüftung sorgt darüber hinaus für entsprechende Energieeinsparungen und eine gute Raumluftqualität.

    Die notwendigen Abstellbereiche für Fahrräder, Müll, Kinderwagen etc. werden im Untergeschoss nachgewiesen, sind dort jedoch nicht optimal erreichbar. Auch ist die konstruktive Ausformung der Tiefgarage hinsichtlich der wirtschaftlichen Kenndaten zu überprüfen.