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  • Anerkennung

    Lageplan 1:500

    Landschaftsarchitekten
    LA.BAR Landschaftsarchitekten bdla, Berlin (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Rüdiger Amend

    Mitarbeit
    Julian Engmann

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: huber staudt architekten bda, Berlin (DE)
    Brandschutzplaner: Ingenieure für Brandschutz Peter Stanek, Berlin (DE)

    Preisgeld
    5.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Fortführung der additiven Reihung der Einzelhäuser um zwei neue Baukörper nach Norden stellt städtebaulich eine interessante Lösung dar. Durch die Absenkung der Dreifeldsporthalle und der Umkleideräume werden die oberirdischen Volumen der Neubauten reduziert so dass diese eine ähnliche Körnigkeit wie die Bestandbauten haben. Die Ausrichtung der neuen Baukörper ist gut gesetzt. Der Schulhof wird nach Norden räumlich gefasst und gleichzeitig über die kammartigen Gärten sehr gut an die kleine Luppe und an den Park angebunden.

    Die zweigeschossigen Anbauten an die Verbindungsgänge des Bestandes nach Süden werden sehr kontrovers diskutiert. Während die Stärkung der kommunikativen Zone vor allem im EG und die räumlichen Qualitäten der Lehrerarbeitsplätze sehr begrüßt werden, wird der bauliche Aufwand generell in Frage gestellt. Aus Sicht der Denkmalpflege stellt die Ergänzung einen gravierenden Eingriff in die Gebäudehülle dar und wird sehr kritisch gesehen. Zumal die neu geschaffenen Flächen keine funktionalen Bezüge zum Bestand haben und zu einer Dopplung der Erschließungsgänge führen. Der Brandüberschlag über Eck zu den Unterrichtsräumen ist problematisch.

    Die Ergänzungsbauten sind in klare Nutzungseinheiten getrennt. Die Fassaden spiegeln einen eigenständigen zeitgenössischen Charakter wieder und bilden ein Pendant zum denkmalgeschützten Bestand.

    Die Funktionen sind im gesamten Ensemble gut gesetzt . Das Raumprogramm ist größtenteils erfüllt. Aufgrund der Größe der Nutzungseinheiten wird die Brandabschnittstrennung in den Häusern B-D problematisch gesehen.

    Die Fensterflächenanteile werden im Bezug auf die Gewährleistung des sommerlichen sowie winterlichen Wärmeschutzes als zu hoch eingeschätzt.

    Insgesamt stellt der Entwurf einen sehr interessanten Lösungsansatz dar. Aufgrund der großzügigen Verkehrsflächen im Unterrichtsneubau wird der Kostenrahmen überschritten.