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  • DE-32052 Herford
  • 05/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-158574)

Verbindungsachse MARTa - Innenstadt


  • ein 2. Preis

    Übersichtsplan MARTa /// Verbindungsachse /// Innenstadt, © TH Treibhaus & Lavaland GmbH

    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Deniz Dizici

    Mitarbeit
    Michal Bolerazsky, Beate Brauner, Victor Garcia Segarra

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: LAVALAND Laura Vahl, Berlin (DE)
    Stadtplaner: rheinflügel severin, Düsseldorf (DE)

    Erläuterungstext
    Verbindungsachse MARTa – Innenstadt

    Haltung
    Die Neue Verbindungsachse MARTa soll ein unkonventioneller aber nicht aufdringlich gestalteter Straßenraum sein, der die bestehenden räumlichen Potentiale und Sichtbezüge entlang des Straßenraums hervorhebt und verschiedene besondere Orte in Szene setzt.

    Stadträumliches Konzept: Herforder Ringe
    In der Stadtstruktur wurden zwei bisher nicht optimal ausgeprägte Freiraumstrukturen identifiziert. Zum einen, die vorhandene Kunst-Route deren Grundlegung durch die 20 Kunstprojekte der „HANSEstreetartWORKS“ geschaffen wurde. Diese Route mit ihren ungewöhnlichen Stadt-Orten, die u.A. durch Streetart markiert sind, offeriert ein spannendes Stadterlebnis von MARTa aus in die Innenstadt. Jedoch bietet sich hier die Möglichkeit die Route zu einem Rundweg zu komplettieren, der Projektbereich Schillerstraße/Arndtstraße kann diese Lücke füllen. Es entsteht ein neuer „Kunstring“, der das MARTa mit den innerstädtischen Bereichen verbindet.

    Die historischen Wallanlagen Herfords haben der Stadtstruktur eine kostbare Freiraumressource implementiert, der „Grüne Ring“. Jedoch sind viele Bereiche nicht wahrnehmbar und/oder sanierungswürdig bzw. sind die neuzeitig gut aufgewerteten Bereiche noch nicht als Gesamtstruktur erkennbar. Die Klarheit des zusammenhängenden Freiraumrings muss wieder ausgearbeitet werden. Im Projektbereich Wilhelmsplatz und Wallanlage wird der Grüne Ring komplettiert.

    Der Bereich Schillerstraße-/Arndtstraße wird als Teilstück des Kunstrings verstanden. Die Bereiche Wilhelmsplatz und Wallgraben sind Teil des Grünen Rings. Beide Bereiche werden unterschiedlich behandelt. Im Projektgebiet Schillerstraße-/Arndtstraße und Wilhelmsplatz befindet sich der Kreuzungsbereich dieser zwei stadträumlich wirksamen Freiraumstrukturen.

    Konzept Teilabschnitt Kunstring / Verbindungsachse:
    Der Abschnitt Schillerstraße / Arndtstraße stellt die tatsächliche Verbindungsachse zwischen MARTa und der Innenstadt dar. Dieser Straßenraum soll sowohl funktional als auch gestalterisch als unkonventioneller Straßenraum wahrgenommen werden. Die Organisation der verschiedenen Verkehrsteilnehmer funktioniert nach dem Prinzip der schweizer
    Begegnungszone. Es wurde eine klare Zonierung für jeweils Fußgänger (ausgeweiteter Gehwegbereich /Promenade), Fahrrad- und motorisierten Verkehr vorgenommen. Durch den Verzicht auf Bordsteine / Höhen-unterschiede (außer in den Mündungsbereichen) und ein zonenübergreifendes Muster wurde erreicht, dass der Straßenquerschnitt als einheitliche Fläche wahrgenommen werden kann. Dadurch entsteht für den Besucher/ Benutzer eine neue Großzügigkeit.

    Das Bodenmuster der Verbindungsachse besteht aus 2 Oberflächen-Charakteren, zum einen der weißen Flächen, die die eindeutigen Fußgängerbereiche/Boulevards markieren (Endzustand Beton), so wie der schwarzen Flächen (Asphalt), die in weiten Teilen (aber nicht durchgängig) die Flächen des motorisierten Verkehrs nachzeichnen. In den Bereichen
    wichtiger Orte entlang der Achse weitet sich das Weiß aus und markiert Gelenkplätze und stadträumlich wichtige Orte im Verkehrsverlauf. Der motorisierte Verkehr wird in diesen Bereichen über die Boulevard-Flächen durch Erdnägelmarkierungen geleitet.

    Alle Ausstattungselemente wie Fahrradbügel, Bänke, Leuchten und teilweise die Implementierung ergänzender und richtungsweisender neuer Baumreihen, unterstützen die Orientierung der Verbindungsachse und organisieren alle Verkehrsteilnehmer.

    Entwicklungsstrategie Verbindungsachse
    Um den Straßenraum der Verbindungsachse als Verbindungsachse wirksam zu machen ist es nicht notwendig den gesamten Straßenraum eines Komplettumbaus zu unterziehen. Es wurden einzelne Teilbereiche als Bauabschnitte identifiziert, die in verschiedenen Etappen realisiert werden können. Gleichzeitig ist die Raumwerdung des neuen Straßenraums der Verbindungsachse in 2 Phasen realisierbar. Die Endgültige Materialisierung in helle Betonbereiche (Boulevard) und dunkle Verkehrsbereiche (Asphalt) stellt dabei den Endzustand dar. Wir schlagen vor das schwarz/weiße Bodenmuster und die Verkehrsmarkierungen als vorbereitende Maßnahmen zeitnah auf die gesamte Bestandsoberfläche „aufzumalen“. Quasi eine Art Blueprint-Übertragung des Zukunftszustands mit Straßenmalfarbe auf den Bestand.

    Als weiterer Aspekt können einzelne Bauabschnitte (prioritär: Schillerbrücke, Goebenstraße, etc... ) ausgeführt werden, während Zwischenbereiche (z.B. Arndtstraße Nord) noch nicht gebaut sind. Diese späteren Bauabschnitte werden mit der einfachen Methode der Blueprint-Markierung trotzdem Teil des Ganzen.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.

INFO-BOX

Angelegt am 09.05.2014, 14:49
Zuletzt aktualisiert 22.05.2014, 11:54
Beitrags-ID 4-84629
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