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  • DE-93059 Regensburg
  • 01/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159633)

Wohnanlage mit Gewerbeflächen Bäckergasse 3 + 5


  • 3. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Wamsler Rohloff Wirzmüller FreiRaumArchitekten, Regensburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Dömges Architekten AG, Regensburg (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Entwerfer gelingt mit der klar ablesbaren Konzeption seiner Idee, das Motiv „Schiff am Wasser“
    für den südlichen Teil des Wohnens zu formulieren, eine eindeutige Identifikation für das Gebiet. Die Akzentuierung der Nordwestecke mit dem turmartigen Bürogebäude scheint jedoch im städtebaulichen Umfeld zu hoch. Die Staffelung der Baukörper an der Frankenstraße ist nicht nachvollziehbar.

    Die Freiraumqualität ist verbesserungswürdig. Insbesondere die untere Ebene ist trotz großem Grünanteil nicht nutzbar. Sehr positiv beurteilt wird die Grundidee, die „Landschaft“ tief in das Gesamtensemble hineinwirken zu lassen. Dies, verknüpft mit der Idee, die südlichen Gebäude wie Schiffe im Grünen liegen zu lassen ist ein bemerkenswerter Beitrag. Jedoch kann die Idee einer dichten Weidenwildnis zwischen den Gebäuden in diesem urbanen Kontext nicht überzeugen, da diese Idee
    mit den alltäglichen Nutzungsansprüchen der Bewohner kollidiert. Nur intensiv begrünten Dachgärten neben den schlanken „Relingsbalkone“ anzubieten, erscheint nicht zielführend. Die umlaufende Reling erfüllt die Ansprüche geschützter Freiraumnutzung nur bedingt.

    Die Qualität der Architektur der Baukörper und Anmutung der Fassaden zwischen Wohnen und Gewerbe ist sehr unterschiedlich. Die vom Entwerfer geplante Nutzungsmischung Wohnen und Gewerbe ist insbesondere im westlichen „Schiff“ für die Verwertung nicht ideal.

    Die Wohnungsgrundrisse erfüllen überwiegend die Erwartungen des Auslobers, sind aber bei den Appartements und bei den Wohnungen über 100 m² Wohnfläche zu optimieren.

    Durch die Lücke zwischen dem viergeschossigen Riegelbaukörper und dem sechsgeschossigen Baukörper an der Frankenstraße sowie eines Durchgangs im Riegelgebäude ist die schallabsorbierende Wirkung bezüglich der südlich gelegenen Baukörper nicht optimal. Die Grundrissorientierung im viergeschossigen Riegelgebäude ist durch die Lage der schutzbedürftigen Aufenthaltsräume ausschließlich
    nach Süden sehr günstig.

    Die Dichte der Bebauung insbesondere im Bereich der Haupterschließung gewährleistet keine ausreichende Zufahrt für Anlieferungen und Rettungswege. Bei dem mittleren Wohnbaukörper ist der 2. Rettungsweg nicht gewährleistet. Angenehm wird die Möglichkeit bewertet, eine Tiefgaragenzufahrt von Westen her vorzusehen. Die Gebäudestellung an der Nordwestecke ist abstandsflächenrechtlich nicht gelöst. Die Abstandsflächenproblematik bei den „Schiffen“ ist nur bei deutlicher Reduzierung der
    Baumasse erreichbar.

    Die Wirtschaftlichkeit leidet aufgrund der geringen Grundfläche je Etage beim Gewerbeturm. Die Energieeffizienz liegt im üblichen Bereich.