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  • 2. Rundgang

    Fassadenschnitt des Gebäudes, © raumwerk

    Energieplaner
    ee concept gmbh, Darmstadt (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: raumwerk Gesellschaft für Architektur und Stadtplanung mbH, Frankfurt am Main (DE)
    Tragwerksplaner: imagine structure GmbH, Frankfurt am Main (DE), Köln (DE)
    Landschaftsarchitekten: realgrün Landschaftsarchitekten, München (DE)

    Erläuterungstext
    Das neue Gebäude für die beiden Dreifachsporthallen in Fallersleben erreicht den EnEV 2009 ‐30% (entspricht ca. EnEV 2013 Standard minus 5%) einerseits durch die kompakte Bauweise und dem daraus resultierenden sehr günstigen AV Verhältnis, andererseits durch die umlaufend hochwärmedämmende Gebäudehülle mit einem durchschnittlichen U-Wert von 0,2 W/qmK. Damit kann die für die Beheizung erforderliche Energie gering gehalten werden und der verbleibende Bedarf über eine effiziente Anlagentechnik unter Einbeziehung regenerativer Energien gedeckt werden.

    Die Besonderheit des Konzeptes liegt in der Lüftungsart: Ausgewählt wurden eine rein bodennahe Lüftung auf Basis von Quellauslässen, die durch eine Druckdifferenz nur im unteren Bereich der Halle eine vollwertige Lüftung herstellt. Die damit erzielbaren Luftwechselraten liegen ca. 30% unter denen einer typischen Sporthallenlüftung, so dass hier ein besonderes Energiepotenzial (reduzierte Lüftungswärmeverluste) erschlossen wird. Ergänzt wird das System über eine Fussbodenheizung, die besonders im unteren Bereich der Halle Wärme zuführt. Das Gesamtsystem ist ebenso kostengünstig und technisch leicht umsetzbar wie behaglich für die Sportler.

    _Winter: über den Fernwärmeanschluss wird eine Fußbodenheizung versorgt und erzeugt von unten eine gleichmäßige Temperaturschichtung im gesamten Gebäude. Zusätzlich deckt ein Wärmespeicher den Warmwasserbedarf. Um die Lüftungswärmeverluste im Winter zu minimieren, werden die Sporthallen über eine kontrollierte Lüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung belüftet (75% Wärmerückgewinnung).
    _Sommer: Über die Lüftungsanlage findet eine Querlüftung mit reduziertem Luftvolumenstrom statt. Um Zugerscheinungen zu vermeiden und die Behaglichkeit zu steigern, wird eine große Anzahl von Luftauslässen umgesetzt. Die Luft wird unter den Tribünenrängen wieder abgesaugt. Um der sommerlichen Überhitzung entgegen zu wirken, wird zusätzlich zur natürlichen Nachtabstrahlung eine erhöhte Nachtluftspülung genutzt.

    Das nord-süd orientierte Sheddach ist für die Nutzung der Sonnenenergie ausgerichtet: einerseits wird über die Nordverglasung eine konstant gleichmäßige, blendfreie, für Sportler optimale Lichtverteilung im Innenraum erreicht, andererseits werden die Südseiten der geschlossenen Sheddachflächen mit Photovoltaikelementen belegt, um so den Großteil des eigen Strombedarfs decken zu können. Zusammen mit der solaren Nutzung des Daches kann der KfW 55 Standard erreicht werden (Niedrigstenergiegebäude). Optional können mit Hilfe von Flachkollektoren auf der Südseite der Sheddächer die solaren Wärmegewinne auch für die Brauchwassererwärmung des benachbarten Schwimmbades genutzt werden.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.