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  • 2. Preis

    Lageplan, © Lohberg stadtlandschaftsarchitektur

    Landschaftsarchitekten
    Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur, Stuttgart (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: bfa I büro für architektur, Stuttgart (DE), Insel Poel (DE)
    Tragwerksplaner: Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner GmbH, Köngen (DE), Hannover (DE)
    Energieplaner: Transsolar Energietechnik GmbH, Stuttgart (DE), München (DE), New York, NY (US), Paris (FR)

    Preisgeld
    26.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper ist von der Hartmannstraße abgerückt und ermöglicht dadurch einen großzügigen Vorplatz, der allerdings durch den Einbau der Fahrradüberdachung etwas verunklart wird. Hier sind die Eingänge für VIP ́s und zur Boulderhalle angeordnet. Der Haupteingang liegt unter der eingeschobenen über Garten Nordwestecke des Gebäudes mit Bezug zum Fest- und Parkplatz. Hier vermisst man eine bessere Zonierung und Gestaltung der Übergangszone, Pollerketten sind keine angemessene Zäsur.

    Die Arbeit überrascht zunächst durch ihre ausgesprochen kompakte, fast quadratische Form auch bei Einbeziehung der Erweiterungen im 2. und 3. Bauabschnitt. Dabei wird die Erdgeschossebene ganz geringfügig gegenüber den Obergeschossen zurückversetzt.

    Die Kompaktheit der Großform wird jedoch durch Mängel in der Erschließung der Funktionsbereiche erkauft. So erscheinen sowohl die Haupttreppe, wie auch die Nebentreppen angesichts der Zuschauerzahlen viel zu schmal. Ebenso sind die Flure zum Erreichen der Tribünenplätze eng, unübersichtlich und teilweise ohne jede natürliche Belichtung. Der Aufzug zur barrierefreien Erschließung liegt etwas abseits. Die Fluchtwege müssten noch überarbeitet werden. Zahlreiche zeichnerische Widersprüche und Ungenauigkeiten erschweren die Lesbarkeit.

    Von allen Tribünenbereichen, sowohl den dreiseitig angeordneten Teleskoptribünen in der Hallenebene, wie auch den oberen festeingebauten Sitzplätzen ist eine gute Sicht auf das Spielfeld gewährleistet.

    Stehplätze, Standflächen für Rollstühle sowie Presseplätze sind nachgewiesen, insgesamt liegt die Anzahl der Zuschauerplätze mit 2655 eher im unteren Bereich.

    Fragwürdig erscheinen die lichten Raumhöhen in den anderen Funktionsbereichen. Hier muss das Bauvolumen, dass auch dank Unterspannträgern im Hallenbereich sehr sparsam veranschlagt ist, wohl doch noch etwas erhöht werden. Die Technikflächen sind nicht ausreichend.

    Wesentliche Bereiche wie Konditionsraum, Gymnastikräume und Mehrzweckraum sind leider innenliegend angeordnet und können allenfalls beim Mehrzweckraum über Oberlichter natürlich belichtet werden. Mehrzweckraum und Gymnastikräume weisen ebenso wie die Boulderhalle eine zu geringe Raumhöhe auf.

    Die Erweiterung des 2. und 3. Bauabschnittes müssen fassadenbündig und höhengleich angeschlossen werden und ermöglichen daher keine zukünftig flexiblen Lösungen. Gleichwohl werden die angestrebten Synergien durch dichte Verzahnung sehr positiv bewertet.

    Durch die einfache und kompakte Form wird eine angemessen unaufgeregte Gestaltung der Fassade erreicht.

    Tragwerksstruktur, Hallenkonstruktion mit Unterspannträgern und Fassadenkonzept lassen eine wirtschaftliche Bauweise erwarten. Die Kenndaten liegen unter den durchschnittlichen Werten, müssen jedoch nach oben korrigiert werden.

    Der Verfasser überzeugt mit einer äußerst kompakten Großform, verstrickt sich jedoch leider in zu geringen Raumhöhen und engen, unübersichtlichen Erschließungswegen. Aufgrund der städtebaulichen Situation und der Klarheit des Baukörpers wird diese Arbeit
    jedoch vom Preisgericht als ein bemerkenswerter Beitrag positiv beurteilt.


INFO-BOX

Angelegt am 01.07.2014, 17:19
Zuletzt aktualisiert 26.09.2016, 13:50
Beitrags-ID 4-87232
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