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  • 2. Preis

    Krankenhaus St. Elisabeth

    Landschaftsarchitekten
    Mettler Landschaftsarchitektur, Gossau (CH), Berlin (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Köln (DE), Dresden (DE), Wrocław (PL), Erlangen (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau

    Das Krankenhaus St. Elisabeth befindet sich in einer stadtnahen grünen Insella-ge. Ziel ist, diese Insellage aufzuheben und so das Krankenhaus in die Stadt zu integrieren, so dass es außer seiner Bedeutung als Zentralkrankenhaus für die Region mehr Bedeutung für die Stadt Ravensburg im Sinne eines Stadtteilzent-rums für Gesundheit, Krankheit und Soziales erhält.

    Der neue Haupteingang befindet sich auf der Nordseite der zentralen Halle in der Ebene -1. In Anlehnung an den historischen Haupteingang wird in der Ebene 0 auf der Südseite Zugang für Fußgänger von der Stadt geschaffen.

    Die Erschließung mit dem PKW erfolgt über die bestehende Zufahrtsstraße. Die Parkplätze befinden sich in der Tiefgarage direkt vor dem Haupteingang, die sich dank der topografischen Gegebenheiten leicht realisieren lässt. Die Ausgänge der Tiefgarage münden direkt auf den Vorplatz vor dem Haupteingang.


    Landschaft

    Der Erhalt bestehender Baumgruppen, Alleen, Streuobstwiesen und Wäldchen bildet die Grundlage für das neue Landschaftskonzept.

    Die Streuobstwiesen schaffen Übergänge zu den Innenhöfen der Pflegebereiche und verbinden öffentliche und private Bereiche. Haine bilden den Übergang zum Krankenhauspark und zur angrenzenden Agrarlandschaft dar.



    Bereiche

    Das Krankenhaus gliedert sich in die funktionalen Teile Diagnostikzentrum, Pfle-gebereich und Mutter-Kind-Zentrum. Diese sind baukörperlich klar ablesbar und durch die zentrale Halle verbunden.

    Eine senkrecht zum Diagnostikbereich verlaufende Magistrale erschließt die Pfle-gestationen in zweigeschossig angelegten Baukörpern. Der Pflegebereich baut auf einem neutralen Krankenzimmer auf. Die einbetttiefen Patientenzimmer bie-ten gleichwertige Situationen bezüglich der Positionierung des Betts zum Fenster. Zweibettzimmer können leicht durch flexible Trennwände in Einbettzimmer um-gewandelt werden.


    Erschließung

    Ziel sind kreuzungsfreie Wege für geplante und ungeplante Patienten, Besucher und Waren, bei einer gleichzeitig einfachen und übersichtlichen Erschließung.

    Dies wird durch die Anordnung der vertikalen Erschließungselemente im Über-gangsbereich von Diagnostikzentrum, Mutter-Kind-Zentrum und Pflegebereich an den Rändern der zentralen Halle erreicht. Hier schließen die neuen Achsen grad-linig in den jeweils zugeordneten Bereich an. Gerade Wege, Außenbezüge, Gale-rien und die zentrale Eingangshalle erleichtern die Orientierung.

    Durch die Anordnung der Liegendkrankenvorfahrt mit der angrenzenden Notfall-aufnahme und Verbindung zum Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach im Rü-cken der zentralen Patientenaufnahmeeinheit in der Ebene -1 können auch hier die Patientenströme effektiv getrennt werden.


    Zukunft

    Der Blick in die etwa einhundertjährige Geschichte des Krankenhauses St. Elisa-beth zeigt, dass es fast in jedem Jahrzehnt zu baulichen Veränderungen kam. Im Zuge der Neustrukturierung des Krankenhauses wurden jetzt Entwicklungsach-sen geschaffen, die erlauben, die einzelnen Bereiche des Krankenhauses unab-hängig voneinander weiter zu entwickeln. Durch die Schaffung von offenen Struk-turen wird sichergestellt, dass das neu strukturierte Krankenhaus St. Elisabeth optimal für zukünftige Entwicklungen gerüstet ist.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.