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  • DE-70629 Stuttgart
  • 07/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-159801)

Wohnbebauung "Rote Wand" Killesberg Stuttgart-Nord 2014


  • 3. Preis


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    Architekten
    ARQ Architekten Rintz + Quack, Berlin (DE)

    Verfasser
    Philipp Quack , Lydia Rintz

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Gesa Königstein, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    mit Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektin Gesa Königstein

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit zeichnet sich durch ihre offene Baustruktur zur Straße Am Kochenhof und zum rückwärtigen Park hin aus. Die Raumabfolge ist klar durch zwei Platzräume, dem Platz an der Brenzkirche und dem Quartiersplatz geprägt. Dem gegenüber steht die bewegt Parkkante, die sich von Süden her alternierend in die Bebauung hineinzieht. Dadurch wird eine große Durchlässigkeit und gute Durchlüftung zum Park hin sowie eine allseitige Orientierung der Gebäude erzielt. Dem gegenüber steht die Auswirkung einer möglichen Lärmbelastung durch die angrenzende Straße am Kochenhof, die noch näher untersucht werden muss.

    Der Platz an der Brenzkirche ist durch die Raumkanten der Kita und des Studentenwohnens gut gefasst und bietet ein wohl proportioniertes Vorfeld vor der Kirche. Die innere Erschließung des Quartiers erfolgt über Zugangswege mit Aufweitungen für Gemeinschaftsflächen, die konsequent aus der Gebäudegeometrie abgeleitet werden, deren Gestaltung aber weiter auszuarbeiten ist. Das Quartier erhält damit eine markante und einheitlich durchgängige Formensprache.

    Durch die Aufteilung der Tiefgaragen mit Zufahrten auf der Ost- und Westseite wird eine gute abschnittsweise Realisierung möglich. Allerdings führt diese zweite Zufahrt über den Platz an der Brenzkirche zu zusätzlichem Verkehrsaufkommen, was kritisch gesehen wird.

    Die Zuordnung der Gebäude zu den verschiedenen Wohnformen und die Aufteilung in einzelnen Baugruppen ist aufgrund der gewählten Gebäudetypologie in einer Durchmischung gut umsetzbar.

    Die Erschließung der Baukörper über innenliegende Treppenhäuser ermöglicht eine Anbindung der Wohnungen auf kurzem Wege. Die offene Gestaltung der Grundrisse um einen zentralen Wohnraum vermeidet zusätzliche Erschließungsflächen und bietet eine hohe Flexibilität in der Raumaufteilung. Die Anforderungen nach KfW 55 sollen in der weiteren Planung umgesetzt werden.

    Insgesamt bietet der Entwurf einen eigenständigen und markanten Lösungsansatz, der sich durch seine große Offenheit und geringe Dichte der Bebauung jedoch auf Kosten einer geringen Wohnfläche auszeichnet.


INFO-BOX

Angelegt am 14.07.2014, 10:33
Zuletzt aktualisiert 18.07.2014, 14:37
Beitrags-ID 4-87881
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