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  • 1. Preis

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    Akustikplaner, Bauphysiker
    Müller-BBM GmbH, Planegg/München (DE), Berlin (DE), Dresden (DE), Frankfurt (DE), Gelsenkirchen (DE), Hamburg (DE), Karlsruhe (DE), Köln (DE), Nürnberg (DE), Reutlingen (DE), Stuttgart (DE), Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: vielmo architekten, Stuttgart (DE), Berlin (DE)
    Bauingenieure: Kohlbecker Gesamtplan GmbH, Gaggenau (DE)
    Landschaftsarchitekten: Kienleplan GmbH, Leinfelden-Echterdingen (DE)
    Tragwerksplaner: Mayr | Ludescher | Partner Beratende Ingenieure, München (DE), Stuttgart (DE)
    Fassadenplaner: IGF Zimmermann, Mülheim an der Ruhr (DE)
    Brandschutzplaner: Halfkann+Kirchner, Erkelenz (DE), Berlin (DE), Stuttgart (DE)
    Modellbauer: werk5 GmbH, Modellbau Berlin, Berlin (DE)
    TGA-Fachplaner: KE&S GbR, Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der städtebauliche Ansatz befasst sich mit der Identität des Ortes als Villenquartier und gliedert die Baumasse in drei gut proportionierte Gebäudevolumen und schafft dadurch eine angemessene Maßstäblichkeit für die gesamte Anlage.
    Die Qualität des Gartens wurde erkannt und wird qualitativ erweitert über die ganze Tiefe der Parzelle. (...)
    Die skulpturale Gebäudekonfiguration reagiert unterschiedlich mit dem Außenraum und schafft einen Dialog zwischen “Solids” und “Voids”. Was am großen Volumen artikuliert wird, wiederholt sich auf differenzierte Weise im kleinen Maßstab in der inneren Organisation des Volumens. Loggien als qualitätsvolle Außenaufenthaltsräume werden allen Bereichen der Gebäudeanlage zugeordnet.
    Folgerichtig haben die Verfasser die Kanzlei, die Residenz, die Visastelle und die Personalaufenthaltsbereiche zu einander gegliedert und schaffen damit sehr unterschiedliche und geschützte Außen- und Innenbereiche. Das auf den ersten Blick einfache Vokabular der Fensteröffnungen lässt bei näherer Betrachtung durch differenzierte Öffnungsgrößen und Anordnungen die verschiedenen Funktionen ablesen.
    Der Zugang zum Areal wird mit verblüffender Einfachheit gelöst. Die Schleuse erschließt den großzügigen aber übersichtlichen Hof, durch Vor- und Rücksprünge des Gebäudes wird eine Hierarchie der verschiedenen Eingänge aufgebaut. Die Raumabfolge der Residenz mit kleinerem Empfangsbereich am Eingang, Orientierung des Speisesaals zum Garten, und großzügigen Räumen im “piano nobile” schaffen einen spannenden Dialog mit dem Garten.
    Der Bereich der Kanzlei wird mit einer überzeugenden Raumabfolge organisiert, indem Foyer / Versammlungsraum durch mobile Trennwände flexibel genutzt werden können. Auch hier wird ein großzügiger Bezug zum Garten hergestellt. In den Obergeschossen findet man eine gut strukturierte, funktionale, attraktive Innenlandschaft für die Verwaltung, welche durch Loggien natürlich belichtet wird.
    Der abgesenkte Hof in der Nordostecke schafft auf geschickte Weise eine Privatheit für die HOD-Wohnungen. Der Visabereich ist klar strukturiert mit einem angemessenen Außenraum und Wartebereich.
    Mit einer gelassenen Souveränität wird die Materialisierung des Gebäudes vorgeschlagen: die gewählten Baustoffe wie Naturstein, Klinker und Holz stellen eine edle Ausstattung dar, die im Klima Kairos eine würdige Alterung versprechen und in der vorgeschlagenen Ausführung einen lebendigen und zeitlosen architektonischen Ausdruck verleihen. Die interessante Lösung des beweglichen Sonnenschutzes reagiert auf die klimatischen Bedingungen und verspricht eine lebendige Bespielbarkeit der Fassade (...).
    Insgesamt besticht das Projekt durch seine Einfachheit und stellt eine subtile Antwort mit einem sehr hohen repräsentativen und würdigen Charakter für die Deutsche Botschaft im Ausland dar.