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  • ein 1. Preis

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    Modellbauer
    Peters + Grau GmbH

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: ingenhoven architects, Düsseldorf (DE)
    Tragwerksplaner: Werner Sobek AG, Stuttgart (DE), New York, NY (US), Moscow (RU), Stuttgart (DE), Berlin (DE), Hamburg (DE), Bomonti-Şişli/Istanbul (TR), Dubai (AE)
    Bauphysiker, Energieplaner: DS-Plan AG, Stuttgart (DE)
    Lichtplaner: Tropp Lighting Design, Weilheim (DE)
    Brandschutzplaner: BPK Brandschutz Planung Klingsch GmbH, Frankfurt am Main (DE)
    Visualisierer: Alexander Schmitz, Düsseldorf (DE)

    Preisgeld
    55.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Verfasser schlagen ein Gebäude vor, das die unterschiedlichen Nutzungsbereiche in einem flachen, rechteckigen Volumen aufnimmt. Der Baukörper ist parallel zu den Bahngleisen angeordnet. Er definiert einen gut proportionierten Vorplatz an der Ecke Joseph-Beuys-Straße / Ladestraße und bildet darüber hinaus eine städtebaulich gelungene Antwort auf die benachbarte Scheibe des Arbeitsamtes.

    Durch die Zonierung des Neubaus entlang der Ladestraße wird das Grundstück sinnvoll in bebaute Flächen im Süden und Freiflächen mit den Stellplätzen im Norden aufgeteilt.

    Am Vorplatz liegen gut auffindbar der Eingang und die Vorfahrt zum gesamten Institut. Von dort gelangt man in die zentrale Eingangshalle, dem organisatorischen Herzstück der Anlage. Ein barrierefreier Zugang zum Haupteingang ist allerdings unbedingt erforderlich. Leider fehlt dieser zur Zeit noch.

    Das Gebäude ist linear vom Haupteingang nach Westen in die Tiefe des Grundstücks aufgebaut. Gute Orientierung bietet dabei die zentrale Halle, die in einen Freibereich bzw. Hof weitergeführt wird. An der zentralen Halle liegen gut auffindbar die kommunikativen und öffentlichen Bereiche des Instituts. Die Halle selbst wirkt z. Zt. noch zu steril, ist in ihrer 3-Geschossigkeit aber gut vorstellbar für unterschiedliche öffentlichkeits- wie betriebsbezogene Aktivitäten o.ä. sowie für Präsentationen und Ausstellungen und müsste durch geeignete Maßnahmen noch genauer ausformuliert werden. Auch die in die Halle eingestellt Treppe hat noch architektonischen Überarbeitungsbedarf.

    Von Süden nach Norden hin ist das Gebäude ebenfalls klar gegliedert: südlich der Eingangshalle liegt der Bürokomplex mit Besprechungsräumen, nördlich der Halle gibt es Möglichkeiten Büros, die in der Nähe von Technikums-Bereichen angeordnet werden sollten, unterzubringen. Daran schließen sich Technikums-Bereiche mit unterschiedlichen Raumhöhen und Raumqualitäten an. Geschickt gelöst ist die Erschließung der 2-geschossigen Technikumsbereiche über eine zusätzliche, halbgeschossige Treppe.

    Zur sehr übersichtlich gelösten Anlieferung hin sind dann folgerichtig die großen überhohen eingeschossigen Technikums-Bereiche angeordnet.

    An der Organisation des Bürokomplexes ist allerdings anzumerken, dass die Besprechungsräume hauptsächlich in der unbelichteten Innenzone liegen. Dies ist für einen so großen Teil der Räume nicht akzeptabel. Auch profitieren viele Büros nicht von der Lagegunst des Grundstücks mit seinem Fernblick.

    Die Leitwarte ist städtebaulich richtig an der südöstlichen Dachkante des Gebäudes gelegen und bietet interessante Blicke über das Stadtgebiet, was sehr begrüßt wird. Auch von außen wird die Leitwarte als Erkennungsmerkmal des neuen Institutes wirken. Ihr Grundriss erlaubt für spätere Möblierungen und Szenarien eine hohe Flexibilität. Formal ist man im Inneren nicht unbedingt auf eine rechteckige Lösung festgelegt.

    Hohe Flexibilität und Wirtschaftlichkeit sind das große Plus für die gesamte Konstruktion des Institutsgebäudes, welches auf einem gut durchdachten Tragwerks- und Ausbau-Modul, sowohl für Büro- als auch Technikums-Bereich aufbaut. Auch die doppelschalige Fassade ist gut durchdacht und wirtschaftlich realisierbar.

    Völlig unkompliziert lässt sich das Gebäude auch mit einem 2. Bauabschnitt in verschiedenen Modulen und Größen in westlicher Richtung erweitern, ohne seine Übersichtlichkeit und Organisation zu verlieren.

    Insgesamt stellt der Beitrag eine sehr einfache und unkomplizierte, aber überaus elegante Lösung für die gestellte Aufgabe eines neuen zukunftsweisenden Institutsgebäudes dar, die viel Spielraum für die spätere Nutzung lässt.


INFO-BOX

Angelegt am 16.07.2014, 14:48
Zuletzt aktualisiert 16.07.2014, 15:47
Beitrags-ID 4-88064
Seitenaufrufe 76

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