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  • DE München
  • 09/2006
  • Ergebnis
  • (ID 2-5089)

Erweiterung der Europäischen Schule


  • 2. Preis

    speiseraum

    Architekten
    architektei mey gmbh, Frankfurt am Main (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    mitarbeiter: peter ritter jeannette mühlenbacher christopher unger alessandra dorn helena liedtke, küchenplanung: profil kriftel/ts. modellbau: anselm baumann

    Erläuterungstext
    ein eigenständiges, klar strukturiertes gebäude wird in der städtebaulich heterogenen situation vorgeschlagen.
    der 3-geschossige u-förmige baukörper bildet den räumlichen ab-schluss des schulgeländes zur nachbarbebauung im westen.
    im zentrum werden die speiseräume der neuen mensa untergebracht. diese öffnen und orientieren sich mit ihrer hauptfassade über eine zweigeschossige glasfront zum bestehenden schulgebäude. gleichzeitig bestehen bezüge über grosse öffnungen zum zentralen platz, zum schulhof und zum himmel. die verbindende eingangshalle zwischen neubau und bestand gliedert die speiseräume in die bereiche für kalt- und warmesser und erschließt die drei funktionsbereiche mensa, fachunterricht und verwaltung unabhängig voneinander.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    der nord-süd gerichtete 3-geschossige baukörper gliedert sich gut in das ensemble ein.
    ein klares entwurfskonzept ist vorhanden. durch die anordnung der mensa gelingt dem verfasser die räumliche verbindung zwischen platz und kleinem pausenhof.
    durch die gebäudestruktur ergibt sich im gebäudeinneren eine gute lichtführung.
    leider ist die orientierung bzw. die nutzung der mensa zu stark nach norden und damit zur öffentlichkeit hin ausgerichtet.
    die verwaltung im 2.og ist trotz kombination mit den lehrsälen sinnvoll untergebracht.
    durch die zentrale anordnung der vorbereitungsräume sind die fachbereiche gut organisiert.
    der notwendige übergang im 1.og erscheint zu gering dimensioniert, gleiches gilt für den haupteingangsbereich.
    im verwaltungsbereich erscheint die glaswand zwischen flur und büros als nicht praktikabel.
    die anordnung der funktionsbereiche der küche sind nicht ideal, der küchenablauf hat funktionsschwächen. die trennung zwischen reiner und unreiner seite ist nicht gegeben.
    die anbindung der verkehrsflächen und die zugänge funktionieren.
    das wegekonzept im haus ist übersichtlich gelöst, eine gute orientierung im gebäude ist zu erwarten.
    allerdings sind v.a. im 1.og die verkehrsflächen in den knotenpunkten wie haupttreppenaufgang zu gering dimensioniert.
    einfaches energiekonzept, fassade mit funktionellem außen liegenden sonnenschutz, jedoch hohem verglasungsanteil und eingeschränkter zugangsmöglichkeit aufgrund der feststehenden aluminiumlamellen. hervorzuheben ist die extensiv begrünte dachfläche.
    die wirtschaftlichkeit erscheint in bau, späterem unterhalt und betrieb gegeben.
    eine gute realisierbarkeit erscheint möglich. die nutzeransprüche werden weitestgehend erfüllt.