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  • DE-81671 München
  • 10/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-162203)

Bildungscampus und Sportpark Freiham


  • 2. Preis - Sportpark

    2. Phase / Modell Sportpark © BLK2 Architekten

    Architekten
    BLK2 Böge Lindner K2 Architekten, Hamburg (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: schoppe + partner freiraumplanung, Inhaber Jochen Meyer, Hamburg (DE)
    Modellbauer: wup Modellbau Wiens + Partner GmbH, Hamburg (DE)

    Erläuterungstext
    Die Sporthallen und die Spielflächen bilden den Übergang der städtischen Struktur zur Landschaft. Da die Sportflächen nahezu den gesamten Freiraum beanspruchen, wird die Grünfläche in einem sanften Schwung auf die Dächer der abgesenkten Sporthallen fortgeführt, wodurch eine zusätzliche Freifläche entsteht, die als natürliche Tribüne oder einfach nur zum Verweilen genutzt werden kann. Die begrünten Dachflächen der Sporthallen können auch für Photovoltaikelemente genutzt werden, wenn diese flach in die Fläche integriert werden, damit die attraktive Dachaufsicht für die angrenzenden Wohnungen erhalten bleibt.
    Die Sporthallen sind sowohl vom Straßenraum als auch von den Sportflächen über gemeinsame Foyers erschlossen mit Anbindung an das Parkhaus. Attraktive Einblicke vom Straßenraum in die Sporthallen machen den Sport zum Teil des urbanen Lebens.
    Die Vereinsflächen sind an zentraler Stelle in die Struktur der Hallen integriert mit einer attraktiven Terrasse zu den Sportflächen.
    Die Halle der Boulderwelt sollte das Profil der Sporthallen übernehmen, um einen thematischen und städtebaulichen Zusammenhang herzustellen. Aus diesem Hallenbau wächst ein gestapelter Turm für die Kletterhalle, der auch als Markenzeichen dient. Die Lärmschutzwand an der Bodenseestraße wird auch als Outdoorfläche der Boulderwelt genutzt.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Sportpark
    Die vorgeschlagenen Hallen schaffen durch ihre gewölbeartige Dachkonstruktion einen „weichen“ Übergang zum offenen Grünraum nach Westen. Die Öffnung über große Glasflächen nach Osten und damit interessan-te Einsehbarkeit entlang der Straße, lädt ein und schafft natürliche Belichtung – müsste allerding hinsichtlich Blendwirkung und Sonnenschutz effizient ausgebildet werden. Das Erfordernis einer Verglasung über die gesamte Gebäudehöhe ebenso wie an den Stirnseiten der Hallen wird in Frage gestellt. Insbesondere werden die Auswirkungen einer solchen Lösung auf Nutzung und Konstruktion kritisch bewertet. Die zwischen den Sporthallen „durchgesteckten“ Foyers werden in ihrer räumlichen Wirkung durch die erforderlichen Treppen und Aufzugsanlagen beeinträchtigt. Die dargestellte Kombination von Tiefgarage, Schwimmhalle und Ver-einsheim in einem Baukörper erscheint konstruktiv schwierig. Die kompakten abgesenkten Sporthallen sind wirtschaftlich und lassen einen mittleren Energiebedarf erwarten. Allerdings ist die nicht differenzierte Raumhöhenausbildung der Hallen 500 zur Halle 2000 unverständlich.
    Im Unterschied zur verglasten Eingangsseite wird der fließende Übergang der Sporthallen zu den Freiflächen nach Westen durch aufgeschüttete Tribünen betont. Sie sind den Freisportflächen richtig zugeordnet und stellen dadurch einen engen Bezug zwischen den beiden Bereichen her. Die Gebäude und Freisportflächen sind funktional richtig angeordnet – auch im Hinblick auf die schulische Nutzung. Die O-W Verbindungen vom Wohnquartier und dem Campus werden konsequent aufgenommen und zum geplanten Landschaftspark weitergeführt. Die gewünschte landschaftliche Vernetzung der Unterführung mit dem Sportpark wird leider nur zum Teil erreicht. Die gestalterische Ausprägung der Kletterhalle in Verbindung mit einer „fünften Halle“ überzeugt nicht. Dagegen wird die Ausbildung der Lärmschutzwand an der Bodenseestraße als Outdoor-Boulderbereich für sehr interessant bewertet.


INFO-BOX

Angelegt am 12.11.2014, 14:53
Zuletzt aktualisiert 24.11.2014, 14:45
Beitrags-ID 4-94582
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