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  • DE-77704 Oberkirch
  • 11/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-169730)

Stadträumliche Entwicklung Altstadt


  • 2. Preis

    Perspektive

    Architekten
    Hähnig + Gemmeke Freie Architekten BDA, Tübingen (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: Stefan Fromm Landschaftsarchitekten, Dettenhausen (DE)

    Preisgeld
    11.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Ziel der Verfasser ist es, den historischen Rundling im historischen Grundriss wieder sichtbar zu machen und zu einem einheitlichen Stadtbild zu entwickeln.

    Mit einem weitgehend einheitlichen Belag gelingt es die unterschiedlichen Bereiche Hauptstraße, Kirchplatz und Gassen wieder zu einem homogenen Ganzen zusammen zu führen. Die klare einfache Systematik der Straßenraumprofile überzeugt und kann nach und nach auf den gesamten Bereich des öffentlichen Wegenetzes angewendet werden.

    Historische Gebäude sind in Wert gesetzt. Die Freistellung/Betonung des Stadtschlosses wird begrüßt. Eine vergleichbare Haltung wäre auch beim Amtsgericht wünschenswert. Die Stadteingänge werden mit Grünelementen betont, haben aber durch die Asphaltfahrbahnen lediglich Durchfahrtscharakter. Bei einer Erweiterung der Fußgängerzone müssten die Bereiche umgebaut werden.

    Die Stärkung des Stadtrings mit Grünflächen und neuen Nutzungen bildet einen guten Kontrast zum steinernen Inneren und wird positiv gewertet. Darüber hinaus sind diese Flächen auch gut mit dem Kernbereich verknüpft.

    Die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes und die Führung der Ankommenden in die Stadt sind gelungen.

    Die Hauptstraße wirkt als gut geordnete ruhige Fläche die nur punktuell durch Brunnen, Baumstandorte und Einbauten akzentuiert wird. Ambivalent wird das Element des Stadtbaches diskutiert. Die Idee des bespielbaren Wasserelements wird gewürdigt; Im Zweifel wird aber das lange Wasserband zur Barriere und erschwert Erschließung und Nutzbarkeit in diesem hochfrequentierten Bereich.

    Der Versuch dem Kirchplatz eine eigene Prägnanz zu geben und die die Kirche umgebenden Teilräume als Ganzes zu begreifen, wird positiv gesehen; fraglich ist hier allerdings die Einbindung der Stellplätze und die räumliche Begründung der Übergänge im Pflaster.

    Insgesamt beeindruckt die Arbeit mit ihrer klaren Ordnung und sicheren Schwerpunktsetzung und wird als gelungener Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe gewertet.