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  • 3. Preis

    Südansicht mit zentralem Campusplatz

    Landschafts- / Umweltplaner
    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Mannheim (DE), Berlin (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Mitarbeiter: Philip Haggeney

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Heinle, Wischer und Partner Freie Architekten, Berlin (DE), Stuttgart (DE), Köln (DE), Dresden (DE), Wrocław (PL), Erlangen (DE), Berlin (DE)

    Erläuterungstext
    Städtebau
    Das Infrastrukturzentrum (ISZ) fügt sich als klarer rechteckiger 3-geschossiger Baukörper in die orthogonale Struktur des Bebauungs-/Entwicklungsplans ein. Seine Kubatur folgt der südlichen und westlichen Baulinie und rückt bewusst von der nördlichen schrägen Baulinie der Bauflucht ab. Durch das Freistellen vom nördlichen Blockrand wird das Haus zum selbstbewussten Solitär und unterstreicht neben seiner Gebäudehöhe von knapp 16,50 m seine Bedeutung als zentrales Campusgebäude.

    Das ISZ erhält zwei Haupteingänge, diese befinden sich im Süden am zentralen Campusplatz mit Anbindung an das südlich angrenzende Campusareal und im Norden an der Riedbergallee mit zukünftiger Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr der Stadtbahn. Die Eingangslösung folgt logistisch der an das Gebäude angelagerten Nord-Süd Durchwegung und transportiert das Durchwegungskonzept in Form eines linearen Foyers ins Innere des Hauses. Zwischen äußerer und innerer Durchwegung werden Nebeneingänge in der Fassade angeordnet, welche bei Bedarf (z.B. bei Veranstaltungen) zusätzliche seitliche Zugänge ermöglichen.

    Die Verzahnung des ISZ mit dem Außenraum erfolgt über eine transparente Fassadengestaltung im Eingangsfoyer und durch den von Außen nach Innen durchlaufenden Bodenbelag aus hellgrauem Naturstein, der optisch die Grenze zwischen Außen und Innen aufhebt.

    Die Campusdurchwegung, der Campusplatz und die zur Nachbarbebauung und den Straßen angrenzenden Außenräume werden durch zurückhaltende klare Freiraumstrukturen geprägt (siehe Abschnitt Freiraumkonzept).

    Architektur
    Das Gebäudekonzept folgt der Aufgabe die drei Nutzungen aus Hörsaalzentrum, Bibliothek und Cafeteria in einem Haus zu integrieren. Der klare orthogonale Baukörper dient als neutrale Hülle für die Nutzungseinheiten mit ihren unterschiedlichen Anforderungen und schafft gleichzeitig den Freiraum für eine interdisziplinäre nutzungsübergreifende Kommunikation.

    Die Grundstruktur bildet das gemeinsame lineare Foyer im Erdgeschoss mit seinen stirnseitigen Haupteingängen und dem darüber liegenden Luftraum (Magistrale) sowie die seitlich daran angelagerten Nutzungen Cafeteria (Ebene 0), Hörsäle (Ebene 0 und -1) und Bibliothek (Ebene +1 und +2).

    Im Erdgeschoss der Foyerzone wird die Topografie des leicht ansteigenden Geländes über flach geneigte behindertengerechte Rampen aufgenommen, wodurch sich das Haus im Süden im Bereich der Cafeteria wie selbstverständlich zum zentralen Campusplatz in seiner Höhe öffnet.

    Durch ein einheitliches Stützenraster von 6,60 m und ein Ausbauraster von 1,10 m wird gewährleistet, dass die teilweise heterogenen Nutzungen logistisch in eine homogene Einheit sortiert werden können und gleichzeitig eine räumliche Flexibilität erhalten bleibt.

    Beurteilung durch das Preisgericht
    Liegt nicht vor.