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  • DE-70794 Filderstadt
  • 11/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-185027)

Innenstadt Bernhausen


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    Treibhaus Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg, Berlin (DE), Hamburg (DE) Büroprofil

    Verfasser
    Gerko Schröder

    Mitarbeit
    Luc Knödler, henry anderson

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus, Berlin (DE)

    Preisgeld
    4.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Idee der Verfasser setzt zur Stärkung der Nord-Süd-Achse Volmarstraße auf eine zwei stark formulierte Ankerplätze. Der sich südlich der Kirche wohltuend öffnende „Neue Jakobusplatz“ mit einem Bürger- und Kulturzentrum wird dabei als überzeugender Entwurfsansatz gewürdigt.

    Die Mischung aus Gastronomie, Kultur-/Vereinshaus und Bürgersaal versprechen als frequenzbringende Nutzungen eine deutliche Stärkung des Nord-Süd-verlaufenden städtebaulichen Rückgrats und können langfristig zur Stabilisierung der Fußgängerzone beitragen. Die bewusst heterogen dargestellten Kubaturen des Bürger- und Kulturzentrums werden in Bezug auf die Jakobuskirche kritisch diskutiert.

    Der Verfasser sieht in diesem Bereich eine angemessene Aufwertung des öffentlichen Raums mit Begrünungen und zonierten Gebäudevorzonen für unterschiedliche Nutzungsaneignungen vor. In der Fortsetzung der Volmarstraße erscheint die Straßenraumgestaltung weniger differenziert und reagieren kaum auf die z.T. angrenzenden gewerblichen Nutzungseinheiten.

    Der vorgeschlagene Rathausstandort wird in seiner Lage grundsätzlich begrüßt und bietet innerhalb des Baufelds Erweiterungsmöglichkeiten. Nicht genutzt wird dabei die Chance, am Dr. Peter-Bümleinplatz (Ankerplatz 1) durch Eingriffe in den Bestand eine sinnfällige Verzahnung mit dem neuen Rathausstandort zu schaffen. Der dem Rathaus direkt vorgelagerte Raum wird als baumbestandene ggf. wassergebundene Fläche interpretiert, weist zu ZOB und Platzbereich aber keine weiteren Bezüge auf. Die Qualität des gemeinschaftlichen Grünraums wird aufgrund zu erwartender Konflikte öffentlicher/privater Nutzungsansprüche in Frage gestellt.

    Im Wesentlichen werden die baulichen Arrondierungen auf ein flexibles typologisches Grundmodul aus 2 verbundenen Baukörpern reduziert, die in Teilbereichen durchaus nachvollziehbare Raumsituationen schaffen können, insgesamt aber zu wenig situativ auf unterschiedliche Rahmenbedingungen reagieren können (z.B. Aicher Straße / Wohnen Friedhof).

    Bei der Darstellung der Neubautypologien lässt sich dabei keine eindeutige Formensprache erkennen. Vielmehr deuten die Entwurfsverfasser eine größtmögliche Gestaltungsfreiheit an indem Flach- und Satteldachformen innerhalb eines Modules kombiniert werden. Das Fehlen einer eindeutigen Gestaltungsvorschlags wird als Nachteil bewertet.

    Mit einem ausgewogenen Verhältnis aus vor- und rückspringenden Gebäudekubaturen gelingen vergleichsweise sensible Arrondierungen mit kleinen Aufweitungen der Seitenbereiche innerhalb enger Straßenraum (u.a. Bernhäuser Str./ Aicher Str.). Der grundsätzlich positiv zu beurteilende Entwurfsansatz lässt im Detail in den so gewonnenen Räumen jedoch nur geringe zusätzliche Aufenthaltsqualitäten erkennen. Zudem wurde die kritisch diskutiert, die dargestellte baulichen Flexibilitäten angemessen in einer Rahmenplanung fixieren zu können.

    Die dargestellte Platzaufweitung am Eckgebäude Bernhäuser Straße/Volmarstraße wirkt nicht zwingend nachvollziehbar.

    Als Vorteil wird bewertet, dass im Bereich der Bernhäuser Straße der Raumgewinn durch den vorgeschlagenen Einrichtungsverkehr für zusätzliche Längsparkangebote zur Stärkung der Einzelhandelsangebote in diesem Bereich genutzt werden.

    Die auf den Flächen des Baustoffhandels vorgeschlagene Bebauung wird in ihrer städtebaulichen Haltung und angedeuteten Nutzungsmischung begrüßt.


INFO-BOX

Angelegt am 21.11.2014, 12:26
Zuletzt aktualisiert 02.07.2015, 13:49
Beitrags-ID 4-95183
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