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  • 2. Preis Ideenteil

    © KSP Jürgen Engel Architekten

    Architekten
    KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main (DE), München (DE), Berlin (DE), Braunschweig (DE), Beijing (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)
    Modellbauer: modellbau hannemann, Oldenburg (DE)

    Preisgeld
    2.000 EUR

    Erläuterungstext
    ZUGANGS- UND LÄRMSCHUTZBAUWERK
    AM LINDENHOFPLATZ

    Eine repräsentative „Stadtloggia“ markiert den Südeingang zum Bahnhof. Die offene Struktur
    aus Dach und Stützen wird durch eingestellte Boxen bespielt. So entsteht ein lebendiges
    Gesamtbild, das einlädt, genutzt zu werden. Eine Bäckerei und ein Ticketshop werden
    vom Niveau der Bahnhofsunterführung betreten. Ein Café und ein Restaurant orientieren
    sich zum Platzniveau. Über Treppen zwischen den Boxen werden die Funktionen miteinander
    verbunden.
    Eine großzügige Rampe und eine Treppe innerhalb der Stadtloggia stellen eine wettergeschützte
    Erschließung des Bahnhofs vom Lindenhofplatz dar. Eine Freitreppe vor dem Gebäude
    mit Sitzstufen in Form einer Tribüne schafft eine angenehme visuelle und funktionale
    Verbindung der unterschiedlichen Niveaus und eine Plattform für kleine Events.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die offene Struktur aus Dach und Stützen wird durch eingestellte Boxen bespielt. Eine Bäckerei und ein Ticketshop liegen auf dem Niveau der Bahnhofsunterführung. Das Café und das Restaurant orientieren sich zum Platzniveau. Die Laden- und Gastronomieflächen sind ausreichend dimensioniert, eine Außengastronomie auf dem Platz ist allerdings nicht möglich, da sich vor dem Gebäude eine Treppe befindet. Die Fahrradabstellplätze sind im Untergeschoss untergebracht, hier könnten Angsträume entstehen, die geforderte Anzahl wird nicht erreicht.

    Der Tunnel mündet direkt in eine großzügige Freitreppenanlage im Platzbereich. Daneben sind Sitzstufen in Form einer Tribüne angeordnet, die einen belebten Raum bilden können. Es entsteht eine räumlich attraktive Verbindung zwischen den unterschiedlichen Ebenen. Die Tiefgarage von Bilfinger wird im Bereich der Freitreppe etwas verkürzt, um mehr Raum für den Bahnhofsausgang zu gewinnen. Es bestehen Zweifel, ob die Treppenanlage in der dargestellten Form realisierbar ist, oder ob sich Treppe und Tiefgarage überschneiden.

    Der direkte Zugang zum öffentlichen Parkhaus wird über eine weitere Treppe innerhalb des Gebäudes hergestellt. Die Rampe erscheint in ihrer Breite ausreichend dimensioniert. Kritisch wird die Positionierung der Aufzüge beurteilt, die den barrierefreien Zugang gewährleisten sollen. Der Zugang seitlich am Gebäude ist schwer auffindbar und nur über den Außengastronomiebereich von Bilfinger zu erreichen.

    Eine künftige Verbreiterung der Unterführung auf 16 m ist machbar. Die an das Bauwerk anschließende Lärmschutzwand weist noch Lücken im Anschlussbereich an das Bilfinger-Gebäude und an den Victoria-Turm auf, die geschlossen werden müssen.
    Positiv wird bewertet, wie sich formal die Lärmschutzwand und das Eingangsgebäude aufeinander beziehen.

    Eine gestalterisch hochwertige Arbeit mit interessanten Ansätzen für die Aufgabenstellung, deren Machbarkeit überprüft werden muss.


INFO-BOX

Angelegt am 24.11.2014, 10:54
Zuletzt aktualisiert 01.12.2014, 13:53
Beitrags-ID 4-95224
Seitenaufrufe 393