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  • 1. Preis

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    Architekten, Stadtplaner
    Fritzen Architekten und Stadtplaner, Köln (DE)

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: pbs architekten Gerlach Wolf Böhning, Aachen (DE), Leipzig (DE)

    Preisgeld
    26.500 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das Quartier wird durch zwei Stichstraßen erschlossen, die in einen räumlich klar gefassten und städtebaulich richtig gelegenen Dreiecksplatz münden. An die Südseite des Platzes schließt eine kammartige, geschlossene Bebauung sinnvoll an das Campusband an. Diese wird an der nördlichen Platzseite ergänzt durch eine maßvolle Fortführung der Bestandsstrukturen des ehemaligen Klosters durch Zeilenbauten, die zum einen den Klostergarten einfassen und zum anderen offene Wohnhöfe bilden. Im Nordwesten schließt das Quartier sinnvoll an die Bebauung Süsterau an. Richtigerweise wird diese durch eine Mischung von Stadthäusern sowie durch Reihenhäuser ergänzt. Entlang der nordwestlichen Wohnstraße ermöglichen kleine Plätze eine differenzierte Adressbildung.

    Der Entwurf besticht insgesamt durch seine klare städtebauliche Sprache und durch die überzeugende baukörperliche Lösung des Lärmschutzes am südöstlichen Rand des Quartiers zum Campusband hin. Die Grundrisse der dargestellten Wohnungen überzeugen sowohl funktional als auch hinsichtlich ihrer Durchmischung. Die Kammstruktur der Bebauung ermöglicht eine Belichtung der Wohnungen zu unterschiedlichen Himmelsrichtungen sowie ihre natürliche Belüftung bei gleichzeitiger Einhaltung des Schallschutzes auf der Südseite. Positiv wird weiterhin gesehen, dass das Quartier ein flexibles Angebot an differenzierten Wohnformen unter für anderem für studentisches Wohnen in Campusnähe anbietet. Die Kindertagesstätte fügt sich harmonisch in die Wohnbebauung ein und ist über die südliche Stichstraße zweckmäßig angebunden.

    Die Einbindung des Klosterparks und damit die Öffnung zum ehemaligen Kloster verbindet das neu entstehende Quartier überzeugend mit der bestehenden Bebauung und sichert eine hohe Aufenthaltsqualität. Die vorgeschlagene Absenkung des Klosterparks sollte im Zusammenhang mit den Höhenlagen der angrenzend geplanten Wohnbauten überprüft werden.

    Der Entwurf nimmt die topografischen Herausforderungen des Quartiers geschickt auf, ohne bei der Höhenentwicklung ein verträgliches Maß zu überschreiten. Einzig die Überhöhung der Bauten im Binnenbereich des Quartiers durch das Aufsetzen von Staffelgeschossen erscheint überarbeitungswürdig.

    Mit 275 Wohneinheiten entspricht der Entwurf den Anforderungen der Auslobung. Die Anordnung der Tiefgaragen entspricht den beabsichtigen Bauabschnitten und erscheint daher gut realisierbar.

    Die Aufgabenstellung der Auslobung ist vollumfänglich erfüllt. Der Entwurf weist ein stimmiges Gesamtkonzept aus einer stringenten städtebaulichen Struktur sowie einer maßstäblichen, formal angemessenen baulichen Umsetzung auf und stellt somit eine ausgezeichnete Arbeit dar.


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