loading
  • DE-56346 St. Goarshausen
  • 12/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-172973)

Neugestaltung des Loreley-Plateaus im Welterbe Oberes Mittelrheintal


  • 4. Preis


    Landschaftsarchitekten
    bbz landschaftsarchitekten, Berlin (DE), Freiburg (DE), Bern (CH) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: BÖHM Architekten, Potsdam (DE)
    Stadtplaner: UmbauStadt PartGmbB, Weimar (DE), Berlin (DE), Frankfurt a. M. (DE), Wien (AT)

    Preisgeld
    15.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Entwurfsverfasser schlagen die spannungsvolle Freilegung und Inszenierung der heute vielfach verstellten Kulturlandschaft vor. Die gestaffelte pflanzliche Ergänzung der vorgefundenen Vegetationsstrukturen gibt der Landschaft räumliche Tiefe und lenkt den Blick auf das Felsplateau. Das Preisgericht nimmt positiv zur Kenntnis, dass diese Staffelungen bestehende, aber auch neue bauliche Einrichtungen einbinden oder gar abschirmen. Der Fokus des Besuchers wird eindeutig zur Plateauspitze gelenkt. Insbesondere der Vorschlag, einzelne Felspartien bereits in der Rasenfläche freizulegen und so das Plateau anzukündigen, findet beim Preisgericht große Zustimmung. Die sich hieraus ergebende Erwartungshaltung wird die Ausgestaltung des eigentlichen Felsplateaus allerdings nicht gerecht, der Vorschlag hierzu scheint dem Preisgicht austauschbar und geht, mit Ausnahme des eingelegten Messingbandes und des eingravierten Loreleyliedes, zu wenig auf den besonderen Ort ein.
    Das Preisgericht würdigt allerdings die Einbeziehung des Wanderweges zur Freilichtbühne bzw. hinunter zum Rhein.
    Die wenig plausiblen Aussagen zum Hotel sind eher plakativ und bleiben für eine Bewertung zu oberflächig.
    Die unterschiedlichen Anforderungen aus dem Nebeneinander von Loreley-Freilichtbühne und den anderen Einrichtungen auf dem Plateau müssen im Hinblick auf die verkehrliche Infrastruktur noch deutlicher ausgearbeitet werden. Auch werden die Funktionsanforderungen in Verbindung mit dem Betrieb der Freilichtbühne nur unzureichend berücksichtigt.
    Im Falle einer Realisierung sollte geprüft werden, ob die Vielzahl an Feldwegstrukturen zum Funktionieren des Ortes überhaupt notwendig sind.
    Insgesamt überzeugt die Arbeit durch ein klar gegliedertes räumliches Konzept und eine gute Einbindung baulicher und infrastruktureller Elemente, allerdings kann die auf dem Weg zur Plateauspitze geweckte Erwartungshaltung dort nicht ganz erfüllt werden. Die hier gemachten Vorschläge scheinen nicht aussagekräftig genug, um diesem Ort und seiner besonderen Bedeutung ausreichend gerecht zu werden.