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  • DE-85664 Hohenlinden
  • 07/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-176617)

Ortsdurchfahrt und Ortsmitte


  • 2. Preis


    Landschaftsarchitekten
    terra.nova Landschaftsarchitektur, München (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Carola Stürzer, Philip Schmoeger, Yvonne Baur, Carsten Thorlümke

    Preisgeld
    11.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf zeichnet sich aus durch die ruhige und durchgängige Gestaltung des Straßenraums. Von den als Alleen gestalteten Zufahrtsstraßen gelangt man in die steinern gestaltete Ortsmitte. Hier akzentuieren Einzelbäume die Gebäudestellungen und Platzaufweitungen. Die als Auftakt gedachten baumüberstandenen Parkplätze im Osten und Westen treten dabei jedoch nicht in gewünschter Weise in Erscheinung. Auch die Baumkarees aus Silberlinden innerhalb der Alleen sind wenig raumwirksam.

    Die Seitenflächen des Straßenraums in der Ortsmitte werden bis zur Fassadenkante in durchgängigem Natursteinpflaster belegt. Die Vor- und Rücksprünge der Bebauung werden so in angenehmer Weise abgezeichnet. Die bestehenden Aufweitungen ergänzt der Verfasser durch neue gepflasterte Plätze, denen unterschiedliche Themen zugeordnet werden. Die Vielzahl der gestalteten Plätze erscheinen im dörflichen Kontext etwas überzogen. Zudem werden vorhandene Nutzungen auf privater Fläche negiert.

    Die Kirche Maria-Heimsuchung erhält einen gut proportionierten Vorplatz mit angenehmem Sitzbereich. Der große Kirchplatz ist mit Baumfeld und bodenbündigem Wasserspiel ruhig gestaltet. Die Baumpflanzung gibt der Kirche wenig freien Raum. Die Verkehrsfläche ist als durchgängiges Asphaltband ausgebildet. Die in der Breite zurückgenommene Fahrbahn erhält einen angenehmen Schwung. Längsparker sind schlüssig entlang der Fahrbahn angeordnet. Die Aufwertung des Asphalts durch Natursteineinstreu überzeugt bei der gegebenen Verkehrsbelastung nicht. Als Straßenübergang werden mehrere Zebrastreifen vorgeschlagen. Die Anzahl der Übergänge erscheint zu hoch, sichere Querungen mit Lichtsignalanlage werden vermisst.

    An der Kreuzung Isener Straße / Hauptstraße schlägt der Verfasser eine Neubebauung vor. Die Gebäudestellung schafft nur ungenügend eine räumliche Kante zum Kirchplatz. Die angelagerte „Neue Gasse“ mit Handel in rückwertiger Lage erscheint im dörflichen Kontext als nicht sinnvoll.

    Im Grundsatz stellt der Entwurf eine robuste und sensible Lösung dar, die in einzelnen Bereichen der Überarbeitung bedarf.