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  • DE-95326 Kulmbach
  • 03/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-181316)

Zentralparkplatz und Tiefgarage


  • 3. Preis

    Piktogramme, © silands | Landschaftsarchitekt Roberto Kaiser

    Landschaftsarchitekten
    silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB, Ulm (DE) Büroprofil

    Mitarbeit
    Stefan Cichosz

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: LIMA architekten | Lisa Bogner und Tobias Manzke, Stuttgart (DE)
    Verkehrsplaner: Dr. Brenner Ingenieurgesellschaft mbH, Aalen (DE), Dresden (DE)
    Tragwerksplaner: BÜRKLE Ingenieur Bau Planung, Schorndorf (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Die Arbeit besticht durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise des öffentlichen Raums und seiner Einbettung in die Umgebung. Ortsspezifisch werden auf dem Platz differenzierte Situationen geschaffen, die eine hohe Aufenthaltsqualität bieten. Bei dem Entwurfskonzept überzeugt vor allem der Detaillierungsgrad der Ausarbeitung mit vielfältigen Aussagen zur Materialität der einzelnen Platzbereiche und ihrer Übergange. Trotz der ortsspezifischen Betrachtungsweise entsteht ein stimmiges Platzensemble, das insbesondere den Landschaftsraum um die Stadthalle großzügig und attraktiv anbindet.

    Die vorgeschlagene Tiefgaragenlösung funktioniert in dieser Form nicht. Die Zu- und Ausfahrt bietet nur die Möglichkeit der Anbindung von und nach Nordwesten. Diese Maßnahme würde eine deutliche Umorientierung der Verkehrsströme von und zur Innenstadt erfordern und ist deshalb zu hinterfragen. In der Tiefgarage planen die Verfasser die Sanierung von Bodenplatte, Außenwänden und Treppenaufgängen. Die Last wird über Stahlbetonstürzen und -stützen abgetragen. Im Wesentlichen ist der Vorschlag für das Tragwerk umsetzbar, an einzelnen Stellen jedoch im Zuge detaillierter Untersuchungen zu überprüfen.

    Zudem schlagen die Verfasser eine weitgehende Verkehrsberuhigung der Grabenstraße vor und bieten breite Übergangsmöglichkeiten über die Sutte, an der die Reisebusse und Schulbusse innenstadtfern positioniert sind. Haltestellen für Linienbusse und den Plassenburg-Express werden dagegen in der Klostergasse angeordnet. Eventuell ist diese Situation durch einen Tausch der Haltestellen zu optimieren. In der Ausgestaltung des Straßenquerschnitts westlich der Tiefgaragenrampe sind Engstellen zu erkennen, die verbesserungsfähig sind. Auch die Anordnung der Bepflanzungs- und Belichtungselemente minimieren den Rettungsweg während des Kulmbacher Bierfestes in zu hohem Maße.

    Ingesamt zeigt die Arbeit ein überzeugendes Konzept für die Platzgestaltung. Die Mängel in der Verkehrserschließung sind allerdings gravierend.