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Nichtoffener Wettbewerb | 04/2014

Neubau Rathaus mit Aussenanlagen der Verbandsgemeinde Pellenz

2. Preis

Preisgeld: 7.500 EUR

pape+pape architekten

Architektur

GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt

Landschaftsarchitektur

Reitz & Pristl Ingenieurgesellschaft mbH

Tragwerksplanung

modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, FrÀsservice, Laserservice

Modellbau

ErlÀuterungstext

Freianlagen

Auf dem Vorplatz zum Rathaus ist ein Brunnen geplant Bodengleiche FontÀnen mit 8
Düsen geben hier ein variierendes WasserspieL Durch den Bodeng leichen Einbau
ohne Materialwechsel ist der Vorplatz flexibel zu nutzen.
Eine lange Bank im Schatten eines großkronigen Baumes lĂ€dt zum Verweilen ein.
Das Retentionsbecken ist als Kreis in eine baumüberstandene Wildblumenwiese
integriert Die EinzÀunung des Retentionsbeckens ist mit Kielterrasen berank!.
Aufgrund der geologischen UntergrundverhĂ€ltnisse werden alle GrünflĂ€chen in einer
Tiefe von 80 cm durch eine Folie abgesperrt Das anstehende Regenwasser wird dem
Retent ionsbecken zugeführt.
Die MitarbeiterparkplÀtze sind unter emem Schatten spendenden Baumhain
angeordnet Die BĂ€ume stehen in offenen Baumscheiben mit Bodendeckern und
Heckenpflanzungen. Entlang der Einfahrtsstraße Sind LĂ€ngsparker vorgesehen. Eine
straßenbegleitende, vom Baumhain abgesetzte Baumreihe filtert die Aussicht zum
Parkplatz des Vollsorlimenters.
Die Gehwege, der Vorplatz und der Parkplatz sind einheitlich m11 einem beigefarbenen,
changierenden Betonslein verlegt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser schlagen ein eingeschossiges Sockelbauwerk mit einem insgesamt drei-geschossigen GebĂ€udekopf als stĂ€dtebauliches Merkzeichen mit Signetwirkung zur L117 vor. Die Ausbildung eines baumbestandenen Mitarbeiterparkplatzes im Norden ist gelungen. Die Anordnung der BesucherstellplĂ€tze als LĂ€ngsparker entlang der neuen Erschließungsstraße wird kontrovers diskutiert. Gut ist jedoch, dass ein verkehrsfreier Zuweg parallel zur Straße geschaffen wird. Allerdings sind die unter dem GebĂ€udevorsprung angeordneten FahrradstellplĂ€tze diesbezĂŒglich eher ein Hindernis. Der Vorplatz an der StraßeneinmĂŒndung zur Friedhofstraße ist angemessen proportioniert. Der Umgang mit der Topographie bleibt leider unklar.
Im GebĂ€udeinneren wird der Besucher durch einen gut organisierten Eingangsbereich im EG empfangen. Auf kurzem Wege werden alle publikumsintensiven Nutzungen erreicht. Das Foyer, die SĂ€le, die BesprechungsrĂ€ume können durch flexible WĂ€nde zusammengeschaltet werden. Unter Kostengesichtspunkten sollte eine komplette FlexibilitĂ€t jedoch ĂŒberprĂŒft werden. Ein kleiner Lichthof im eingeschossigen GebĂ€udeteil kann als Außenfoyer mit einbezogen werden. Einige wenige BĂŒros an der SĂŒdfassade haben einen schlauchartigen Zuschnitt. Zu prĂŒfen ist die geringe Anzahl an WC’s im Hinblick auf Veranstaltungen.
Die zwei Verwaltungsgeschosse werden ĂŒber ein mittig angeordnetes Treppenhaus erschlossen und sind funktional als Zweibund organisiert. Eine Raumtiefe der BĂŒrorĂ€ume mit fast 6m ist in Bezug auf die Tageslichtnutzung grenzwertig. Im Zentrum sind auch Aufenthaltszonen mit Servicefunktionen und NebenrĂ€umen vorgesehen, was zu einer kommunikativen ArbeitsatmosphĂ€re beitrĂ€gt. UnverstĂ€ndlich ist jedoch, warum auf dieses Element im 2. OG verzichtet worden ist. Zu prĂŒfen wĂ€re, ob aufgrund der in den Obergeschossen arbeitenden Personenanzahl auf das Fluchtreppenhaus verzichtet werden könnte.
Die Fassadengestaltung und deren MaterialitĂ€t sind ĂŒberzeugend.
Die Vorgaben des Auslobers im Hinblick auf die FunktionalitĂ€t sind im Wesentlichen erfĂŒllt. Aufgrund der Kenndaten liegt der Entwurf im eher wirtschaftlichen Bereich.
Insgesamt stellt der Entwurf unter wirtschaftlichen und gestalterischen Aspekten einen gelungenen Beitrag zur GebĂ€udetypologie dar, der sich selbstbewusst aber gleichwohl maßstĂ€blich in den stĂ€dtebaulichen Kontext einfĂŒgt.
Die FreirĂ€ume sind sehr gut definiert und entsprechen den funktionalen Anforderungen in besonderem Maße. Mit Ausnahme der BesucherparkplĂ€tze, diese verstellen die Fassade an der Erschließungsstraße. Durch eine Anordnung dieser StellplĂ€tze in der Friedhofstraße könnte dieser Mangel leicht behoben werden. Im Zusammenhang damit könnte eine weniger formale Behandlung des RegenrĂŒckhaltebeckens zu einer gestalterischen Aufwertung in diesem Bereich beitragen.
Modell - modellwerk weimar

Modell - modellwerk weimar

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Modell - modellwerk weimar

Modell - modellwerk weimar

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