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  • DE-70565 Stuttgart
  • 07/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-276290)

Büroneubau Allianz-Betriebsstätte


  • 2. Rang

    © KSP Jürgen Engel Architekten

    Architekten
    KSP Jürgen Engel Architekten, Frankfurt am Main (DE), München (DE), Berlin (DE), Braunschweig (DE), Beijing (CN) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Landschaftsarchitekten: FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, Düsseldorf (DE), Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Allianz Village ist eine Gruppe von Einzelhäusern, die sich modular zu einer hochflexiblen Bürostruktur zusammenfügt. So entsteht ein Ensemble im Sinne eine Campus, der der Maßstäblichkeit des Ortes entspricht, selbstverständlich die 100jährige Eiche einbindet und eine deutliche Höhenstaffelung vom Grünraum zum Straßenraum vorsieht. Das Hochhaus westlich der Eiche schafft einen klaren und identitätsstiftenden Zugang zur Allianz. Im Stadtraum korrespondiert der Hochpunkt mit dem Hochhaus an der Industriestraße. Die Plaza als Herz der Anlage ist zentral im Tiefgeschoss angeordnet – mit Bezug zum Foyer und der Eiche sowie zum Landschaftsraum. Von hier aus verbindet die Magistrale alle Gebäudeteile. Die Communication Hubs sind von der Magistrale direkt erreichbar und zeichnen sich deutlich in der Fassade der Gebäude ab. Brücken im 3. OG verbinden die Gebäude von Hub zu Hub. Durch die Stellung der modularen Gebäudeteile entsteht ein Campus, der vielfältige Freiräume bildet. Plätze, Wege und Brücken und die Eiche schaffen ein lebendiges Stück Stadt, das eine hohe Aufenthaltsqualität bietet. Dabei entsprechen die weitestgehend Ost-West ausgerichteten Gebäude dem Strömungsfluss des Kaltluftabflusses. In Nord-Südrichtung schafft der Campus den Übergang von Stadtraum zum Grünraum u.a. durch die klare Reduzierung der Geschossigkeit zum Grün. Die Gebäudeteile sind so positioniert, dass sich von jedem Gebäude spannende Blicke in die Natur bieten und jedes Teil gleichzeitig eine attraktive Adressbildung erfährt. Durch angemessene Abstände von Haus zu Haus entstehen gut belichtete Arbeitsplätze. Die drei Bausteine Solitär, Satellit und Satellit sind eindeutig von der Straße erschlossen und lassen sich realteilbar abbilden. Während sich oberirdisch einzelne Gebäude abbilden, fügt sich im Tiefgeschoss alles zu einer zusammenhängenden Struktur. Dies erlaubt ein hohes Maß an öffentlicher Durchwegung des Areals und ein Anbinden an den Stadtraum. Die kommunikative Gebäudestruktur, in der die Hubs über ihr transparente Fassade auch in den Außenraum wirken, schafft eine hohe Identität für die Nutzer.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Dem Entwurf gelingt es durch seine fein dimensionierte Körnigkeit und die Gliederung der Baukörper ein städtebaulich schlüssiges Ensemble zu erzeugen. Dabei wirken die Innenhöfe selbstverständlich, jedoch erscheint ihre Dimension nicht ausreichend. Die Stellung des Hochpunktes in Nord/Südrichtung ist städtebaulich akzeptabel und erzeugt eine schlüssige Lösung in Verbindung mit dem Eingang sodass Adresse und Hochpunkt im Einklang liegen. Der Entwurf weißt eine strikte Disziplin in der Vorgehensweise auf, ohne dabei jedoch langweilig zu sein.
    Die Gestaltung bietet eine hohe Flexibilität und Drittverwendbarkeit, wobei sich die Brücken-Verbindung der einzelnen Baukörper harmonisch eingliedern. Durch die offene Gestaltung der Freiflächen gelingt es einen vollständig durchwegbaren Campus zu erstellen und diesen komplex in die Umgebung zu integrieren. Die Fassade, deren Homogenität wohltuend erscheint und dem Gesamteindruck dienlich ist, spiegelt die innenliegende gute Organisation wieder und setzt diese in Ihrer Regularität fort. Die positiv hervorzuhebende Erschließung erfolgt effizient und atmosphärisch durch die Magistrale im Untergeschoss.


INFO-BOX

Angelegt am 12.02.2018, 16:16
Zuletzt aktualisiert 26.02.2018, 14:14
Beitrags-ID 4-152119
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