loading
  • DE-50679 Köln
  • 12/2013
  • Ergebnis
  • (ID 2-158320)

"Forum am Deutzer Dom" - Neues Pfarrzentrum an St. Heribert


  • 4. Rang Anerkennung


    Architekten
    schultearchitekten - Dipl. Ing. W. Schulte AKNW BDA, Köln (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    TGA-Fachplaner: GERTEC GmbH Ingenieurgesellschaft, Essen (DE)
    Brandschutzplaner: KEMPEN KRAUSE INGENIEURE GmbH, Aachen (DE), Berlin (DE), Ingolstadt (DE), Euskirchen (DE), Hamburg (DE), Köln (DE), Düsseldorf (DE)
    Bauphysiker: TOHR Bauphysik, Bergisch Gladbach (DE)
    Modellbauer: Modellbau Christoph Leistenschneider GmbH, Köln (DE)

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf setzt straßenseitig die bestehende Bauflucht – auch in der Gebäudehöhe fort, setzt sich jedoch von der Nachbarbebauung durch eine Glasfuge (Treppenhaus) ab. Der ruhige Baukörper öffnet sich zum Kirchplatz und zur Deutzer Freiheit großzügig durch eine zweigeschossige Verglasung und erlaubt Einblick in die offene innere Raumstruktur sowie in die, auf einer Empore angeordneten Bibliothek.

    Die Kubatur hält sich gegenüber der Kirche zwar zurück, geht allerdings aus denkmalpflegerischer Sicht im Bereich des Seitenschiffes zu sehr auf „Tuchfühlung“ und bildet durch den heraus geschobenen Saal einen gewissen „engen“ Zwischenraum zwischen den Baukörpern aus. Störend ist die Überschreitung des Traufgesimses des Seitenschiffes der Kirche durch den Neubau auf seiner gesamten Längsseite.

    Die sehr flexibel nutzbare Raumfolge zieht sich bis in den Gartenbereich fort. Das funktionale Rückgrat innerhalb der „Gebäudefuge“ erlaubt eine schlüssige Erschließung aller Funktionsbereiche und entlastet diese gleichzeitig von Nebenfunktionen. Die Anordnung von Bibliothek und Jugendräumen im 1. Obergeschoß, letztere mit direkter Anbindung an die gartenseitige Terrasse mit Freitreppe, wird positiv beurteilt. Die Organisation von Pfarrbüro und Gruppenräumen im 2. Obergeschoß ist sehr schlüssig.

    Insgesamt handelt es sich um ein gut durchdachtes robustes architektonisch ansprechendes Konzept, dessen besondere Stärken in der Offenheit sowie in der Flexibilität und Logik der Raumdisposition liegen. Kritisch gesehen wird die Niveauanhebung entlang des Kirchschiffs. Die Gartengestaltung mit Sitzstufen wird dagegen begrüßt. Auf eine ausreichende Deckenhöhe des Saals müsste besonders geachtet werden.