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  • DE-71723 Großbottwar
  • 07/2014
  • Ergebnis
  • (ID 2-162202)

Neubau der Stadthalle


  • 4. Preis

    Modell - modellwerk weimar

    Modellbauer
    modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, Frässervice, Laserservice, Weimar (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: pape+pape architekten, Kassel (DE), Hannover (DE)
    Landschaftsarchitekten: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel (DE)
    Tragwerksplaner: Reitz & Pristl Ingenieurgesellschaft mbH, Kassel (DE)

    Preisgeld
    7.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Entwurf für die neue Stadthalle in Großbottwar formuliert einen selbstbewussten klaren, städtebaulichen Baukörper mit rechteckigem Grundriss. Der Neubau wird geschickt auf dem zur Verfügung stehenden Gelände situiert. So können zum einen die notwendigen Stellplätze erhalten bzw. ergänzt werden und zum anderen ausreichende Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden. Der neue Parkplatz zwischen Wunnensteinhalle und neuer Stadthalle ermöglicht auch eine notwendige Anlieferung, wird aber als trennendes Element zwischen den Gebäuden empfunden. Durch den geplanten Versatz des Neubaus gegenüber der vorhandenen Wunnensteinhalle wird dem Bestand Rechnung getragen. Die bestehende Fuß-und Radwegeverbindung im Südosten (Brücke mit Rampenbauwerk) wird erhalten und unaufgeregt integriert.

    Der neu geschaffene Vorplatz verbindet den Außen- mit dem Innenraum. Ein großzügiges und funktional gut gelegenes Foyer verknüpft die gewünschten Funktionsbereiche miteinander. Die Wege sind kurz und übersichtlich. Der große Saal kann direkt mit dem Foyer räumlich zusammengeschaltet werden. Größe und Geometrie entsprechen den vielfältigen Nutzungsanforderungen. Der kleine Saal ist in seiner Lage und Anbindung gut gelegen und bei Bedarf getrennt erschließbar.

    Dem großen Saal wird im Südwesten eine weitere Außenfläche zugewiesen. Diese erscheint in ihrer architektonischen Ausprägung zu dominant. Ein entspannterer, landschaftlicherer Übergang wäre hier wahrscheinlich besser.

    Die konstruktive Lösung und die Materialität der Innenräume erscheinen angemessen, wenn gleich die Ausbildung der Konstruktion sehr zurückhaltend bearbeitet wurde. Die klare, ruhige Fassadengliederung weiß zu überzeugen und ist konsequent aus den Innenräumen abgeleitet. Die plastisch-räumliche Außenwirkung von geschlossenen und offenen Fassadenelemente ist gekonnt vorgetragen.

    Die architektonische Gestalt wirkt der Aufgabe gegenüber angemessen, besonders in Bezug auf die städtebaulichen Aspekte. Es handelt sich hier um eine insgesamt gute Arbeit mit überzeugenden innen- und außenräumlichen Qualitäten. Besonders überzeugend erscheint der zentrale Raum des „gemeinsamen Foyers“ als zukünftiger Kommunikationsmittelpunkt für ein lebendiges Gemeindeleben.