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  • DE-77889 Seebach, DE-75172 Pforzheim
  • 02/2015
  • Ergebnis
  • (ID 2-175215)

Nationalpark Schwarzwald


  • 5. Preis

    kein Bild vorhanden
    TGA-Fachplaner
    IGH Stuttgart GmbH & Co.KG, Stuttgart (DE), Schwäbisch Gmünd (DE) Büroprofil

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten: Schlude Ströhle Richter Architekten BDA, Stuttgart (DE)
    Tragwerksplaner: gbd gruppe bau dornbirn ZT GmbH, Dornbirn (AT)
    TGA-Fachplaner: KIENLE Beratende Ingenieure GmbH, Ostrach (DE)
    Landschaftsarchitekten: Jedamzik + Partner Landschaftsarchitekten, Stuttgart (DE)

    Preisgeld
    19.000 EUR

    Erläuterungstext
    Liegt nicht vor.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Der Baukörper schlägt ausgehend von der Villa Klumpp eine Waldschneise in Richtung des besonders attraktiven Baumbestands in Richtung Südost. Die äußere Erschließung ist übersichtlich gelöst. Beidseitig sind unter den Bäumen locker verteilt Pkw-Stellplätze angeordnet. Vom zentralen Eingangsplatz sind der Haupteingang zu den Ausstellungsräumen bzw. der Aufgang zu der Baumwipfelterrasse eindeutig erkennbar. Durch diese Konzeption ordnen sich die teilweise neu angelegten Waldwege auf dem gewachsenen Grund wie selbstverständlich unter.

    Der Anbau an die Villa Klumpp für den Verwaltungsteil ist funktional-wirtschaftlich gut gelöst, ist aber in seiner baulichen Anbindung gestalterisch zu überprüfen.

    Die horizontale und vertikale Nutzungsstruktur des Ausstellungsgebäudes ist klar geordnet. Der „langsame“ Weg über eine Rampe von der Eingangsebene in die darunterliegende Dauerausstellung stellt einen guten innerräumlichen Auftakt für das Gebäude dar. Der fließende Übergang zwischen Foyer und Wechselausstellung wird aber vor allem bei Ausstellungsumbauten kritisch beurteilt.
    Das Gebäude öffnet sich an seinem südlichen Ende großflächig zur Waldumgebung, die dadurch als Panorama erlebbar wird. Die Erschließung für die Ebene Bildung und Gastronomie ist in Dimensionierung und Lage allerdings erklärungsbedürftig.

    Das Erscheinungsbild des Baukörpers ist in der besonderen landschaftlichen Situation angenehm zurückhaltend. Die großflächige Verglasung auf der Südostseite wirkt allerdings zu stark inszeniert. Die unter dem Gebäude hangabwärts entstehenden Flächen sind in der Größe und Gestalt vertretbar.

    Der kompakte Baukörper ist für eine Realisierung in zeitgemäßer Holzbauweise in hoher Qualität geeignet. Die vorgeschlagene Tragstruktur unter Verwendung von Rippenplatten zeigt die Leistungsfähigkeit des modernen Ingenieurholzbaus.

    Das grundsätzlich stimmige Konzept für Gebäudetechnik und Bauphysik ist weiter optimierbar. Das dargestellte Gebäudetechnikkonzept mit Wärmepumpe mit Eisspeicher und solaren Luftkollektoren zur Regeneration des Eisspeichers, Fußbodenheizung, Kombination aus freien und mechanischer Lüftung ist nachvollziehbar. Ausreichende Technikflächen wurden plausibel dargestellt. Die Anforderungen zum Primärenergiebedarf wurden erfüllt.

    Eine Nutzung regenerative Energiequellen neben den solaren Luftkollektoren wurde nicht vorgeschlagen. Das Konzept zum sommerlichen Wärmeschutz beruht auf einer kluger Orientierung der Verglasungsflächen und kann über die reversible Wärmepumpe mit Kühlung unterstützt werden. Die Kennzahlen lassen eine gute Wirtschaftlichkeit erwarten.

    Das Projekt mit seinen selbstdefinierten Rahmenbedingungen als gebauter „Waldquerschnitt“ stellt insgesamt eine weiterentwickelbare Lösung dar, auch wenn das Gesamterscheinungsbild noch zu beliebig wirkt.


INFO-BOX

Angelegt am 19.02.2015, 17:37
Zuletzt aktualisiert 26.02.2015, 13:07
Beitrags-ID 4-99315
Seitenaufrufe 48