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Verhandlungsverfahren | 08/2023

Entwicklung einer Wohnanlage im Neubaugebiet Ă–chsner II in Rottenburg am Neckar

Zuschlag

H|G Hähnig | Gemmeke Architekten und Stadtplaner Partnerschaft mbB

Architektur

Erläuterungstext

In stadträumlich anspruchsvoller Hanglage formulieren die drei solitären Punktgebäude den verzahnenden Übergang zum nördlich angrenzenden Landschaftsraum. Im Kontext von Pflegeheim und kleinteiligen Wohngebäudestrukturen arrondieren die Neubauten den Siedlungsraum des Wohngebietes „Öchsner II“ zum Seltenbachtal.
Durch ein nach Süden versetzt angeordnetes Untergeschoss (Gartengeschoss) entstehen vernetzende grüne Fugen die die natürliche Topographie bis zum Wachtelweg spürbar entwickeln. Die, den nördlich verlaufenden Fuß- und Radweg begleitenden öffentlichen Grünflächen werden freiräumlich integriert. Ergänzende Gehölzstrukturen prägen diese Schnittstelle.
Der Topographie entsprechend wird die, in diese Höhensituation integrierte Tiefgarage von Osten niveaugleich, ebenerdig angebunden. Vom Wachtelweg im Süden werden die drei Punktgebäude mit Vorzonen adressbildend erschlossen.
Pro Geschossebene entstehen drei bis vier Wohneinheiten unterschiedlicher Größen, die alle mit Loggiasituationen, Dachterrassen bzw. Gartenterrassen gut belichtet ausgerichtet sind. Im Gesamtvorhaben werden 30 Wohneinheiten geplant. Die II+Dachgeschossigen Neubauten nutzten die Höhenentwicklung für ein Gartengeschoss und ein zurückgesetztes Dachgeschoss.
Durch diese optimierte Ausnutzung, Einbindung in die vorhandene Grundstückssituation kann die ambitionierte Wohnungsanzahl und das gewünschte Wohnungsgemenge abgebildet werden. Durch die einheitliche architektonische Haltung und die gewählten Materialitäten entsteht ein Gebäudeensemble eigener Identität und Stärke. Die horizontal gegliederten und mit gleichformatigen bodentiefen Öffnungen rhythmisierten Fassadenstrukturen schaffen eine gute Grundlage für die angedachte Holz-Hybrid-Konstruktion und ermöglicht die Umsetzung standartisierter Fassadenelemente in Holz-Tafelbauweise. Die eingeschnittenen Loggien schaffen geschützte private Aufenthaltsbereiche für die Bewohner und integrieren sich gut in diese ruhige Fassadenanmutung.
Eine externe Dachbegrünung mit PV-Anlagen, Regenzisternen als Rückhaltung und möglicher Brauchwassernutzung sind Bestandteil eines übergeordneten Niederschlagswassermanagements. Zisternen und Retentionsmulden sind in den nicht unterbauten Grundstücksbereichen im Übergang zum Landschaftsraum integriert. Bei der Freiflächengestaltung wird großer Wert auf geschützte private Gartenanteile und akzentuierte öffentliche Eingangssituationen gelegt. Im Westen entsteht, baumüberstanden ein gemeinsamer Spielplatzbereich der sich ergänzend nach Norden zum Landschaftsraum entwickeln kann.
Ein möglicher zukünftiger Einbau einer Aufzugsanlage zur Gewährleistung einer durchgängigen Barrierefreiheit ist in den Grundrissstrukturen denkbar und berücksichtigt. Durch die gewählte Tiefgaragenvariante mit ebenerdiger Zufahrtssituation werden direkt anfahrbare komfortable Fahrradabstellplätze bzw. E-Bike-Ladestationen für jedes Wohngebäude angeboten.
FĂĽr die geplanten Baumstandorte entlang der WachtelstraĂźe werden im Untergeschoss Baumnischen ausgespart, so dass die Standorte einen direkt Erdanschluss erhalten.
In der abgestimmten Vernetzung von Freiraum, Landschaftsraum und Grundrissstruktur, sowie deren Ausrichtung entstehen Nutzungssynergien von Innen -und AuĂźenraum.
Ein Gebäudeensemble das durch seine klare Gliederung, Systematik und Einbindung in die Topographie eine hohe Wirtschaftlichkeit und Flexibilität erwarten lässt.
Lageplan

Lageplan

Ansicht Nord

Ansicht Nord

Ansicht SĂĽd

Ansicht SĂĽd

Erdgeschoss

Erdgeschoss

OG/ DG

OG/ DG

Gartengeschoss

Gartengeschoss

Konzept Nachhaltigkeit

Konzept Nachhaltigkeit